Evangelisches Studienhaus: Studienleiter und Pastorin werden eingeführt.

Nachricht 30. Mai 2008

Am Sonnabend, 31.Mai, 17.00 Uhr, werden Dr. Michael Emmendörffer als Studienleiter und Geschäftsführer des Evangelischen Studienhauses zusammen mit Frau Pastorin Christinae Galle (Evangelische Studierenden-Gemeinde) in der Universitätskirche St.Nikolai in Göttingen von Landessuperintentend Eckhard Gorka, und Oberlandeskirchenrat Michael Wöller in einem Gottesdienst eingeführt.

Das Evangelische Studienhaus in Göttingen (Obere Karspüle 30) ist eine Einrichtung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und dient der Begegnung zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft. Unterschiedliche Angebote wie Seminare, Vorträge oder das Kontaktstudium für Pastorinnen und Pastoren ermöglichen den Austausch von Menschen unterschiedlicher Alltags- und Lebenswelten.

Pastor Dr. Michael Emmendörffer aus Ehlershausen (Kirchenkreis Burgdorf) arbeitet seit dem 1. März 2008 als Studienleiter und Geschäftsführer am Evangelischen Studienhaus Göttingen sowie Dozent für Bibelkunde an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen. Dazu wurde er vom Landeskirchenamt Hannover ernannt.

Emmendörffer wurde am 14. März 1963 in Meppen/Ems geboren und wuchs dort und in Hannover auf, wo er 1982 am Ratsgymnasium Abitur machte. Von 1983 bis 1989 studierte er Theologie in Tübingen, Bethel und Göttingen und war nach dem ersten theologischen Examen 1989 bis 1992 Assistent an der Universität Zürich und von 1992 bis 1995 Assistent an der Universität Hamburg. Parallel zu seinem Vikariat 1995 bis 1997 in Northeim wurde er mit einer Arbeit zu den Psalmen 1996 promoviert. Nach dem zweiten theologischen Examen wurde er 1997 Pastor im Kirchenkreis Uslar, seit 2000 in Stöckheim (Kirchenkreis Leine-Solling). Von 2001-2008 war er Pastor in Ehlershausen.

Zu den Herausforderungen der neuen Stelle sagt Emmendörffer: „Die neue Aufgabe bietet mir die Chance, im Dialogbereich zwischen Theologie und Kirche zu arbeiten und die gegenseitige Wahrnehmung zu stärken. Meine Erfahrungen aus Uni-Zeit und Gemeindearbeit, auch in Leitungsfunktionen, kann ich gezielt einbringen. Durch besondere Projekte möchte ich auf das Theologiestudium aufmerksam machen und Jugendliche dafür begeistern.“

Pastorin Christiane Galle hat ihre Stelle als Pastorin der Evangelischen Studierenden-Gemeinde zum 1. April 2008 angetreten. Die Theologin wurde am 14. Mai 1958 in Osnabrück geboren und wuchs dort und in Göttingen auf, wo sie 1977 am Theodor-Heuss-Gymnasium Abitur machte. Daran schloss sich ein Diakonisches Jahr in Hannover an. Von 1978 bis 1985 studierte sie in Göttingen und Heidelberg Theologie.

Nach dem ersten theologischen Examen arbeite sie von 1985 bis 1990 an der Universität Heidelberg an einem Projekt zur Entwicklung der Theologie Karl Barths. Parallel dazu arbeitete sie am Lehrstuhl für Praktische Theologie. Nach dem Vikariat in Hannover und Loccum und dem zweiten theologischen Examen arbeitete sie ab 1992 im Gemeindepfarramt im Kirchenkreis Elze-Coppenbrügge, seit 1993 in Banteln und Deinsen. Zeitgleich nahm sie Lehraufträge an der Evangelischen Fachhochschule in Hannover wahr. Ab Juni 1999 war sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pastorin an der Corvinuskirche im Göttinger Ostviertel.

Neben interdisziplinären Vortragsreihen zu ethischen und pädagogischen Fragen lag ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit im Dialog zwischen Kirche und Kultur. Unter ihrer Leitung nahm die Corvinusgemeinde 2007 am landeskirchlichen Kunst-Kirche-Projekt „NEXT YEAR IN JERUSALEM - Joseph Semah“ teil.

Die neue Hochschulpastorin sieht in dem Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft eine große Herausforderung und sagt:"Mir liegt daran, in einer sich wandelnden Wissenschaft und Hochschullandschaft über die jeweils eigene Perspektive auf die Wirklichkeit ins Gespräch zu kommen. Ich sehe darin die Chance zu einer wechselseitigen Bereicherung."

Ihre eigenen Erfahrungen aus ihrer Zeit an der Universität Göttingen und ihre Vertrautheit mit der Stadt Göttingen, ihrem besonderen kirchlichen, religiösen und kulturellen Profil, will sie in ihre neue Arbeit einbringen.Zugleich möchte sie bewährte Verbindungen zu spirituellen Zentren wie dem Kloster Bursfelde pflegen. Bei ihrer Arbeit ist es ihr besonders wichtig, die Deutlichkeit des protestantischen Profils mit einem guten ökumenischen Miteinander zu verbinden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf dem Gebiet der Ethik.

Göttingen, 29. Mai 2008
Informations- und Pressestelle des Sprengels
Hildesheim-Göttingen Bernd Ranke