Jugend dreht Kinospot / Backen beim Museumstag / Glocken zu kaufen

Nachricht 15. Mai 2008

Evangelische Jugend aus Osnabrück dreht Kinospot

Osnabrück/Bielefeld (epd). Evangelische Jugendliche aus Osnabrück wollen den bundesweit ersten Kinospot über eine kirchliche Jugendorganisation drehen. "Damit schreiben wir Kirchen- und Kinogeschichte", sagte Anke Meckfessel, Geschäftsführerin der Evangelischen Jugend im lutherischen Sprengel Osnabrück, am Donnerstag dem epd. Mehr als 300 junge Menschen aus allen sechs Kirchenkreisen würden sich an den Dreharbeiten Anfang Juli beteiligen. An diesem Sonnabend ist das Casting für die Hauptrollen. Ab Herbst solle der Kurzfilm in den Kinos zu sehen sein.

Anfang 2007 sei die Idee zu dem Kinospot zunächst aus einer Laune heraus entstanden. Die Jugendlichen und Mitarbeiter seien sofort begeistert gewesen. Sie hätten darin eine Chance gesehen, die Evangelische Jugend aus ihrem Image als langweilige und "uncoole" Organisation herauszuholen. "Sie wollten zeigen, dass man bei uns Spaß haben, Veranstaltungen organisieren und ganz viele eigene Erfahrungen machen kann", betonte Meckfessel.

Kooperationspartner sei das Medienpädagogische Labor der Universität Bielefeld. Eine Jugend-Arbeitsgruppe habe gemeinsam mit den Studenten die Geschichte entwickelt. Darin geht es nach Angaben der Geschäftsführerin um die Vorbereitung und Aufführung eines Rockkonzertes für Jugendliche. Erst ganz am Schluss erfahre der Zuschauer durch einen überraschenden Kameraschwenk, dass das Konzert in einer Kirche stattgefunden habe. Der Spot ende mit der Frage: "Was hast Du denn geglaubt?", die neben dem Symbol der Evangelischen Jugend, einem Kreuz auf einer Weltkugel, eingeblendet werde.

Drehort werde die evangelische Kirche in Bad Rothenfelde bei Osnabrück sein. Sie vermittle von außen einen hellen und freundlichen Eindruck. Gleichzeitig sei der Innenraum mit relativ geringem Aufwand so herzurichten, dass er im Film nicht als Kirchenraum zu erkennen sei, sagte Meckfessel. Die Osnabrücker Kinos hätten bereits zugesagt, den Spot zu senden: "Wir denken aber, dass wir unseren Film auch an andere Landeskirchen verkaufen können und er somit bundesweit präsentiert wird."


(epd Niedersachsen-Bremen/b1293/15.05.08)
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Brot backen und Wäsche waschen beim Museumstag

Hannover/Walkenried (epd). Unter dem Motto "Museen und gesellschaftlicher Wandel" beteiligen sich an diesem Sonntag mehr als 150 Museen aus Niedersachsen und Bremen am Internationalen Museumstag. Geplant sind den Angaben zufolge unter anderem Museumsnächte, Sonderausstellungen, Kinder-Rallyes und Führungen. Der 1977 ins Leben gerufene Museumstag soll auf die Vielfalt der Museumsarbeit aufmerksam machen.

In Mönchskutten können Besucher des Zisterzienser-Museums Walkenried im Harz das Klosterleben im Mittelalter erkunden. Im Braunschweigischen Landesmuseum dürfen Kinder mit Zuber und Brett "Waschen wie vor 100 Jahren". Das Museum "Leben am Meer" im ostfriesischen Esens bietet eine Fahrradtour zum Thema "Wasserwirtschaft" an. Im Europäischen Brotmuseum Ebergötzen bei Göttingen backen die Gäste im römischen Brotbackofen das traditionelle Brot der römischen Soldaten.

In Niedersachsen und Bremen gibt es insgesamt fast 700 Museen. Das älteste ist das von Herzog Carl I. 1754 eröffnete Kunst- und Naturalienkabinett in Braunschweig. Jährlich kommen rund acht Millionen Besucher in die Museen.

Internet: www.museumstag.de


(epd Niedersachsen-Bremen/b1297/15.05.08)
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Reformierte Kirche verkauft Glocken und eine Orgel

Osnabrück/Leer (epd). Die Evangelisch-reformierte Kirche hat vier Bronzeglocken und eine Orgel abzugeben. Die Glocken stammen aus drei Osnabrücker Kirchen, die vor einem halben Jahr verkauft wurden, sagte der Kirchensprecher Ulf Preuß am Mittwoch in Leer dem epd. Die Orgel stand bisher in der Kirchengemeinde Leer-Heisfelde. Die "Ahrend-und-Brunzema-Orgel" aus dem Jahr 1958 sei vor kurzem gegen ein moderneres Instrument ausgetauscht worden.

Die Glocken sollen Preuß zufolge Kirchen zugute kommen, die bislang entweder keine oder nur Glocken aus Eisen oder Stahl haben. Die Orgel eigne sich auch als Hausinstrument. Sie soll 30.000 Euro kosten. Weitere Informationen erteilt der reformierte Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke unter Telefon 04951/912203.


(epd Niedersachsen-Bremen/b1294/14.05.08)
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