Landessuperintendent reist nach Sibirien

Nachricht 13. Mai 2008

Lüneburg/ Hermannsburg. Der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen reist am 14. Mai für gut zwei Wochen nach Sibirien. Der Besuch bei der Evangelisch-lutherischen Kirche im Ural, Sibirien und Ferner Osten (ELKUSFO) erfolgt im Auftrag des evangelisch-lutherischen Missionswerkes Niedersachsen mit Sitz in Hermannsburg, Jantzen ist dort Vorsitzender des geschäftsführenden Ausschusses.

Das Programm beginnt in Irkutsk, wo Thomas Graf Grote ein Projekt mit suchtgefährdeten Jugendlichen im Alter von neun bis 13 Jahren betreut. In Novosibirsk, der zweiten Station, versuchen Stefanie und Michael Fendler unter anderem zeitgenössische Gottesdienstformen einzuführen und damit auch jüngere Menschen für die Gemeinde zu gewinnen. Weiter geht es nach Tomsk, wo sich mit Waldemar Rausch erstmals seit 80 Jahren wieder ein Pastor um die rund 13.000 Russlanddeutschen kümmert. Bevor Jantzen schließlich nach Krasnojarsk reist, wird er in Abakan Stefan Wagener treffen. Der Pastor will den kleinen Gemeinden helfen, ihren Glauben künftig auch ohne Hauptamtliche im Alltag zu leben. In Abakan wird Jantzen, ebenso wie in Irkutsk, einen ottesdienst leiten. Auch eine Begegnung mit dem Bischof der ELKUSFO, August Kruse, ist vorgesehen.

„Erfreulich ist es, dass sich die deutschstämmigen Gemeinden immer mehr für russische Mitglieder öffnen, Gottesdienste und Veranstaltungen sind häufig zweisprachig“, erläutert Jantzen eine aktuelle Entwicklung. Der Regionalbischof will bei seinem Besuch die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Missionare genauer kennenlernen, sie und ihre Familien in ihrer Arbeit unter oft schwierigen Bedingungen stärken. „Mir ist es ein Anliegen, dass sich die Gemeinden auch theologischen Fragen wie Schriftverständnis und Frauenordination stärker öffnen. Dafür werde ich mich in meinen Gesprächen behutsam einsetzen."


Pastor Hartmut Merten
Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Lüneburg

Internet: www.sprengel-lueneburg.de