Junge Christen sollen Frieden und Versöhnung schaffen

Nachricht 11. Mai 2008

Dresden (idea). Junge Christen sollten sich sowohl in ihrem persönlichen Umfeld wie auch weltweit für Frieden und Versöhnung einsetzen. Dazu hat sie der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), am 9. Mai zur Eröffnung des Evangelischen Jugendfestivals EVA in Dresden aufgerufen.
„Die Botschaft, die am Beginn des Jugendfestivals EVA 2008 von Dresden ausgeht, heißt: Keine Gewalttat ist unvermeidbar. Sucht die Versöhnung! Stiftet Frieden!“, sagte Huber im Eröffnungsgottesdienst in der Frauenkirche. Dieses Ende des Zweiten Weltkriegs zerstörte und vor wenigen Jahren wieder aufgebaute Bauwerk stehe symbolisch für die Botschaft, dass Gewalt und Zerstörung nicht das letzte Wort haben müssten.

„Deshalb lieben auch so viele Menschen diese Kirche“, sagte Huber. Frieden im persönlichen Umfeld wie auch weltweit hänge wesentlich davon ab, dass Menschen nicht übereinander herfielen, nur weil sie verschieden seien. Gewalt sei kein Zeichen von Kraft, sondern von Ohnmacht und Schwäche. Huber ermahnte die Jugendlichen einzuschreiten, wo ein Mensch gegen einen anderen die Hand erhebe. Diese persönliche Verantwortung könne man nicht einfach auf Gott abschieben.

Huber nahm auch Eltern in die Pflicht; sie seien für die Entwicklung ihrer Kinder hauptverantwortlich. „Nähe und Verlässlichkeit der eigenen Eltern vermag keine andere Kraft im Leben zu ersetzen“, sagte der Bischof. Für das Jugendfestival, das bis zum Pfingstmontag unter dem Motto „Soll ich meines Bruders Hüter sein“ rund um die Frauenkirche stattfindet, haben sich 2.000 Dauerteilnehmer aus Deutschland, Polen, Tschechien, Rumänien, Italien, Schweden und Tunesien angemeldet.

Veranstalter des Festivals sind die Stiftung Frauenkirche, die EKD, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) und die Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Unterstützt wird es unter anderem vom Bundesinnenministerium, dem Freistaat Sachsen und der Stadt Dresden.


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