Ökumene spielt eine wichtige Rolle beim Katholikentag

Nachricht 08. Mai 2008

Osnabrück (idea). Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind die prominentesten Protestanten, die am Deutschen Katholikentag vom 21. bis 25. Mai in Osnabrück teilnehmen. Außerdem haben sich zu dem größten katholischen Laientreffen, zu dem über 20.000 Dauer- und weitere 10.000 Tagesteilnehmer erwartet werden, zahlreiche evangelische Bischöfe als Mitwirkende angesagt.
Ein Höhepunkt des Katholikentags soll – wie beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln – der ökumenische Gottesdienst im Dom St. Petrus sein. In Osnabrück predigen am Abend des 23. Mai die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann und der katholische Hamburger Erzbischof Werner Thissen. Im Hauptgottesdienst zum Abschluss des Katholikentages am 25. Mai werden auch die Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen, Hamburgs Schulsenatorin Karin von Welck, und der gastgebende Landesbischof des Ökumenischen Kirchentags 2010 in München, Johannes Friedrich, mitwirken. Im über 1.000 Veranstaltungen umfassenden Katholikentagsprogramm spielt das Ökumenezentrum eine große Rolle. In ihm wird auch die Ausstellung „Ökumene in der Friedensstadt“ gezeigt.

Zahlreiche Gottesdienste, Gebete, Diskussionsforen und künstlerische Veranstaltungen sieht das Ökumenezentrum vor. Themen sind unter anderem „Neue geistliche Gemeinschaften und ihr Beitrag zur Ökumene“, „Und sie bewegt sich doch“, „Ökumene mit Weitblick“, etwa mit Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel) und der evangelischen Präsidentin des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin, Elisabeth Raiser. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider (Düsseldorf) beteiligt sich im Ökumene-Zentrum an der Diskussion „Konfessionelle Ortsgemeinde – ohne Zukunft?“, Landesbischof Friedrich diskutiert über „Taufe und Eucharistiegemeinschaft“ sowie Landesbischof Jürgen Johannesdotter (Bückeburg) über „Einheit im Glauben – Einheit im Gebet“. Zum gleichen Thema spricht auch der frühere Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche, Walter Klaiber (Frankfurt am Main).

Unter den über 2.000 Referenten des Gesamtprogramms befinden sich ebenfalls viele evangelische Theologen und Laien. Die Zahl der evangelischen Teilnehmer am Katholikentag steht noch nicht fest, dürfte aber wie in früheren Jahren unter fünf Prozent liegen. Die Arbeitstage des katholischen Laientreffens beginnen jeweils mit „Biblischen Impulsen“ (Bibelarbeiten). Auch dazu sind Protestanten eingeladen, unter anderem Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie die Kirchenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Griese, die auch der EKD-Synode angehört. Bundeskanzlerin Merkel stellt sich den Katholikentagsbesuchern beim Thema „Donnerwetter! Höchste Zeit für eine gerechte Klimapolitik".


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