Kirchen befürchten Lehrer-Engpass im Fach Religion

Nachricht 30. April 2008

Hannover/Kirchbrak (epd). Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen befürchten einen Engpass im Religionsunterricht an den Schulen. Frühpensionierungen von Lehrern und nur wenige Neueinstellungen werden nach aktuellen Berechnungen bald zum Unterrichtsausfall führen, sagte am Dienstag der Vorsitzende des Rates der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Bischof Friedrich Weber.

Die Sorge um den Religionsunterricht war nach Angaben des braunschweigischen Landesbischofs am Dienstag eines der Themen bei der turnusmäßigen Begegnung der Konföderation mit der niedersächsischen Landesregierung. Er habe auch erneut den Sonntagsschutz angesprochen, sagte Weber im Anschluss an das Treffen. In der Frage der erweiterten Ladenöffnung am Sonntag werde es weitere Gespräche im Wirtschaftsministerium geben. Die Situation sei schwierig, zumal die Stadt Wolfsburg Druck zugunsten der Sonntagsöffnung ausübe.

Ein Teil der Gespräche fand auf dem Pilgerweg vom Kloster Loccum im Kreis Nienburg nach Volkenroda in Thüringen statt. Minister, Staatssekretäre, Bischöfe und Oberlandeskirchenräte pilgerten auf einer etwa drei Kilometer langen Strecke bei Kirchbrak (Kr. Holzminden). Weber sprach von einer neuen Erfahrung und einer sehr entspannten Gesprächsatmosphäre.

Der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen gehören die lutherischen Landeskirchen von Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer an.


(epd Niedersachsen-Bremen/b1154/29.04.08)
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