Janssen und Beese wollen Bischof in Oldenburg werden

Nachricht 23. April 2008

Oldenburg (epd). Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg wählt im Mai ihren neuen Bischof. Synodenpräsidentin Sabine Blütchen stellte am Mittwoch in Oldenburg die Kandidaten Superintendent Dieter Beese (52) aus Münster und Kirchentagspastor Jan Janssen (45) aus Fulda vor. Als Vorsitzende des Wahlausschusses habe sie mit "einem guten Dutzend" Kandidaten aus ganz Deutschland gesprochen, sagte Blütchen. Darunter seien fünf Frauen gewesen, die aber aus privaten oder beruflichen Gründen abgesagt hätten.

Von dem neuen Bischof erwarte sie eine Persönlichkeit, die auch die Kontakte in die Wirtschaft, Politik und die Ökumene pflegt, sagte Blütchen. Bischof Peter Krug ergänzte: "Neben einer Grundausstattung an theologischer Kompetenz sollte er auch eine Liebe zur Verkündigung und Seelsorge mitbringen."

Beese und Janssen werden sich am 22. Mai im ammerländischen Rastede den 60 Delegierten der Landessynode mit einem Vortrag vorstellen. Am Vormittag des nächsten Tages werde es nach einer möglichen nicht-öffentlichen Personaldebatte zum ersten Wahlgang kommen. Hier müsste ein Kandidat drei Viertel der Stimmen auf sich versammeln. Ein zweiter Wahlgang sei für den Nachmittag geplant. Auch hier sei eine drei Viertel Mehrheit erforderlich. Sollte sich kein Kandidat durchsetzen, werde eine Woche später erneut gewählt. Dann genüge die einfache Mehrheit.

Jan Janssen wurde in Bad Bevensen geboren und ist seit 2002 Pastor beim Deutschen Evangelischen Kirchentag mit Sitz in Fulda. Er studierte in Münster, Bern und Göttingen Theologie und war von 1992 bis 1994 Vikar in Oldenburg. Danach war er zwei Jahre Pfarrer in Wiefelstede bei Oldenburg. Beim Kirchentag in Leipzig war er 1996 und 1997 Abteilungsleiter für Projekte. Anschließend übernahm Janssen eine Pfarrstelle an der Wilhelmshavener Christus- und Garnisonkirche. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Dieter Beese wurde in Mülheim/Ruhr geboren und studierte Theologie und Philosophie in Wuppertal, Bochum und Münster. Von 1985 bis 1991 war er Pfarrer in Mülheim. 1990 promovierte er mit einer Arbeit über die Evangelische Wehrmachtsseelsorge im Zweiten Weltkrieg. 1991 wurde Beese zum Landespolizeipfarrer in Münster und zum Lehrbeauftragten der evangelischen Kirche für Ethik im Polizeiberuf berufen. Im Jahr 2000 wurde er zum Superintendenten des Kirchenkreises Münster gewählt. 2001 habilitierte sich Beese im Fach Praktische Theologie. Er ist verheiratet und hat drei Töchter.

(epd Niedersachsen-Bremen/e1064/23.04.08)
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