Diakonie setzt sich für tarifgerechte Bezahlung in der Pflege ein

Nachricht 19. April 2008

Am 15. April 2008 haben sich Dienstgeberverbände von Caritas und Diakonie zum Mindestlohn in der Pflege geäußert. Sie geben damit eine Meinung innerhalb des noch nicht abgeschlossenen Meinungsbildungsprozesses bei den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden wieder. "Für die tarifliche Gestaltung der Vergütung innerhalb der Diakonie sind alleine die Arbeitsrechtlichen Kommissionen zuständig", sagt der Präsident des Diakonischen Werkes, Pfarrer Klaus-Dieter K. Kottnik.

"Innerhalb der Diakonie gelten Vergütungsrichtlinien, deren unterstes Entgelt oberhalb der diskutierten Mindestlohnhöhe liegt", ergänzt Kottnik zur gegenwärtigen Diskussion um einen Mindestlohn in der Pflege.

Das Diakonische Werk setzt sich generell dafür ein, dass es einem Alleinstehenden möglich sein muss, auch bei gering qualifizierter Tätigkeit mit einem Erwerbseinkommen seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn, für den es unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten gibt, wird deshalb positiv gesehen.

"Für den Bereich der Pflege muss eine tarifgerechte Bezahlung vergütet werden", meint der Präsident. Im Bereich der Diakonie werden die Tarife durch paritätisch besetzte Arbeitsrechtliche Kommissionen ausgehandelt. Die Kassen legen tarifgerechte Bezahlung ihren Leistungsentgelten nicht mehr zugrunde. "Wir setzen uns dafür ein, dass die Kassen die Tarife bei den Pflegesätzen berücksichtigen", sagt Kottnik.


Diakonisches Werk der EKD
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