Konfirmation – das schönste Fest der Kirche für junge Menschen

Nachricht 31. März 2008

Kleider machen Leute – so heißt ein bekanntes Sprichwort. Die Konfirmation ist dafür ein gutes Beispiel. Wenn an den Sonntagen im Frühling in evangelischen Gemeinden zahlreiche Mädchen und Jungen konfirmiert werden, dann haben nicht wenige von ihnen quasi über Nacht eine erstaunliche Veränderung durchlaufen. Ziehen die Jugendlichen am Konfirmationstag mit ihrer Pastorin oder ihrem Pastor im festlichen Zug in die Kirche ein, dann staunen meistens nicht nur die Eltern. Wo gestern noch die lockere Kleidung angesagt war, wird am Tag der Konfirmation oft zum ersten Mal im Leben ein Anzug getragen oder das schicke Kostüm angezogen. Für alle wird deutlich: Aus Kindern sind Jugendliche geworden. Junge Menschen, die ihre ersten Schritte in die Welt der Erwachsenen hinein tun.

Zwei Jahre dauert in der Regel der Konfirmandenunterricht und damit die Vorbereitung auf die Konfirmation. Bei Fragen wie „Ist mit dem Tod alles aus?“, der Auseinandersetzung mit Themen, die „Nächstenliebe konkret“ oder „Keine Macht der Gewalt“ heißen, ist die eigene Meinung der Konfirmandinnen und Konfirmanden wichtig. Beim Lesen der biblischen Geschichten, aber auch beim Lernen der Zehn Gebote oder des „Vater unsers“ ist der eigene Glaube gefragt. Und natürlich sind dabei auch kritische Fragen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.

Denn Konfirmation heißt übersetzt nichts anderes als „Bestärkung“. Der eigene Glaube, die eigene Meinung zur biblischen Tradition soll durch die persönliche Beschäftigung gestärkt und gefestigt werden. Und dazu gehören eben auch alle kritischen Anfragen, die Jugendliche an Gott und die Welt haben. Was die Eltern, Patinnen und Paten vor meist mehr als einem Jahrzehnt stellvertretend für den Täufling beantwortet haben, soll am Tag der Konfirmation mit dem eigenen „Ja“ noch einmal bestätigt werden: Die Zugehörigkeit zu Jesus Christus und die Verbundenheit mit seiner Kirche.

Den jungen Menschen traut die evangelische Gemeinde dabei zu, mit der Konfirmation nicht nur nach und nach Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Sie traut ihnen auch zu, andere auf ihrem Weg mit Gott begleiten zu können. Denn Konfirmierte haben nicht nur das Recht, am Abendmahl teilzunehmen. Sie können als Patin oder Pate ebenso für einen anderen Menschen Wegbegleiter auf der Suche nach Orientierung und Halt werden.

Und was kommt nach der Konfirmation? Überall gibt es kirchliche Kinder- und Jugendkreise, die sich regelmäßig treffen. Freizeiten und Fortbildungen werden auf Gemeinde- oder Kirchenkreisebene speziell für Jugendliche nach der Konfirmation angeboten. Informationen, einen Blog, Newsletter und andere Informationen über die Arbeit der Evangelischen Jugend der hannoverschen Landeskirche sind unter www.ejh.de aktuell zu finden.