Kirchenamts-Präsident Geisler in Bückeburg eingeführt

Nachricht 30. März 2008

Bückeburg (epd). Der Jurist Sebastian H. Geisler ist am Sonnabend als neuer Präsident des evangelisch-lutherischen Landeskirchenamtes von Schaumburg-Lippe eingeführt worden. Der 34-jährige Rechtsanwalt wird künftig die Verwaltung der mit 61.500 Mitgliedern zweitkleinsten evangelischen Landeskirche in Deutschland leiten. Er war im November von der Synode, dem Kirchenparlament, einstimmig zum Nachfolger von Michael Winckler gewählt worden, teilte die Landeskirche mit.

Geisler stammt aus Freiberg in Sachsen und studierte Jura in Dresden. Er war Rechtsreferendar beim Oberlandesgericht Oldenburg, Rechtsassessor in Emden und später Referent für Integrationsaufgaben im sächsischen Innenministerium in Dresden. Zuletzt arbeitete er in Frankfurt/Main. Dort hatte er unter anderem einen nebenberuflichen Lehrauftrag für allgemeines Verwaltungsrecht an der Universität inne.
Ehrenamtlich ist er als Justiziar für das Gustav-Adolf-Werk tätig, das sich für protestantische Minderheiten einsetzt.

Die Stelle des Präsidenten war bisher mehr als anderthalb Jahre lang unbesetzt, nachdem Michael Winckler im September 2006 in den Ruhestand gegangen war. In der Zwischenzeit hatte die Landeskirche ausführlich darüber beraten, ob die Stelle des leitenden Juristen mit der Befähigung zum Richteramt wieder ausgeschrieben werden solle. Unter anderem holte sie ein Gutachten des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein, das sich für das Amt aussprach.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0796/30.03.08)
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