Landesbischöfin will Armbänder für Protest bei Olympia verteilen

Nachricht 30. März 2008

+++ Bestellung der Armbänder bei der Informations- und Pressestelle mit Internetarbeit der Landeskirche:

Bitte schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff "Olympia 2008" an
corinna.kuschel@evlka.de.

In dieser E-Mail müssen folgende Angaben enthalten sein:
Name, Beruf, vollständige Anschrift mit E-Mail-Adresse, Anzahl der Armbänder, die Sie brauchen.

Die Armbänder sind kostenlos. Die Bänder werden in ca. 3 Wochen fertig sein und dann verschickt.

Bitte achten Sie darauf, dass in der Betreff-Zeile der E-Mail "Olympia 2008" steht! +++


Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat Olympiateilnehmer zu einem symbolischen Protest gegen die chinesische Tibetpolitik aufgerufen. Sie werde 2.000 schwarze Armbänder mit dem Vers aus dem Psalm 85 "...dass Gerechtigkeit und Frieden sich küssen" bedrucken lassen, sagte die evangelische Bischöfin am Sonntag in Hannover bei einem Gottesdienst zum Gedenken an die UN-Menschenrechtserklärung vor 60 Jahren: "Ich werde jedem Sportler, jeder Sportlerin, die für unser Land nach Peking fahren, wenn sie es wünschen, ein solches Band schenken."

Auf den Armbändern stehe neben dem Bibelvers "Olympia 2008" und ein Kreuz weise auf die Kirche hin, sagte Käßmann einem vorab verbreiteten Manuskript zufolge. Die Bänder könnten während der Olympischen Spiele im August in Peking Zeichen der Solidarität mit den unterdrückten Menschen in Tibet sowie überall in China sein, wo ethnische Minderheiten und auch die christlichen Kirchen in Angst leben müssten. "Die Spiele dürfen nicht dazu benutzt werden, eine Mauer des Schweigens um die Verletzungen der Menschenrechte zu ziehen und durch schöne bunte Bilder die Diktatur auch noch zu stärken", betonte Käßmann.

Einen Boykott der Spiele halte sie jedoch für falsch, sagte sie weiter. Er würde nicht nur Sportler enttäuschen, sondern auch diejenigen, die sich durch Olympia Öffnung für China erhofften. Es sei aber unerlässlich, darauf zu dringen, dass die Menschenrechte "in jedem Winkel der Erde" eingehalten würden, sagte die Bischöfin der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland: "Wir dürfen nicht wegschauen, weder aus politischer noch aus ökonomischer noch aus religiöser Rücksichtnahme."

Mit dem Gottesdienst erinnerten die hannoversche Landeskirche und das Bistum Hildesheim an die Erklärung der Menschenrechte vor 60 Jahren.
In der Gedenkveranstaltung mit dem katholischen Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim und der Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation amnesty international, Barbara Lochbihler, ging es den Angaben zufolge auch um die Einschränkung der Freiheitsrechte in dem von den USA ausgerufenen "Krieg gegen den Terror" und um die deutsche Asylpolitik.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0798/30.03.08)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Hinweis: Die Predigt im Wortlaut finden Sie -> hier


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