Auch Kirche in Jühnde bezieht Bioenergie

Nachricht 28. März 2008

Jühnde/Kr. Göttingen (epd). Im Bioenergiedorf Jühnde bei Göttingen bezieht auch die evangelische Kirchengemeinde umweltfreundlich erzeugte Energie. Das Gemeindehaus sei an das neue Nahwärmenetz angeschlossen worden, sagte Pastor Horst Metje am Freitag dem epd. Zudem habe die Gemeinde Anteile an der Betreiber-Genossenschaft erworben und sei auf diese Weise Unterstützer des Projekts geworden.

Die 800-Einwohner-Gemeinde Jühnde gilt als Deutschlands erstes Bioenergiedorf. Der Ort hatte vor zweieinhalb Jahren die Energieversorgung komplett auf Biomasse umgestellt. Eine Biogasanlage und ein Blockheizkraftwerk produzieren aus Pflanzen, Gülle und Mist elektrische Energie und Wärme. Im Winter sorgt ein weiteres, mit Holzresten befeuertes Kleinkraftwerk zusätzlich für warme Räume und warmes Wasser. Rund drei Viertel der Bürger werden mit der Bioenergie versorgt und sind Mitglieder der Genossenschaft.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0774/28.03.08)
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