Weber für mehr gemeinsame Tauferinnerungen der Christen

Nachricht 17. März 2008

Braunschweig (epd). Christen verschiedener Konfessionen sollten nach Auffassung des braunschweigischen Landesbischofs Friedrich Weber häufiger gemeinsame Tauferinnerungs-Gottesdienste feiern. Solche ökumenischen Gottesdienste hätten sich bewährt und in den vergangenen Jahren immer weiter durchgesetzt, schreibt Weber in einem am Montag veröffentlichten Rundbrief an alle Pfarrerinnen und Pfarrer seiner Landeskirche.

Der braunschweigische Bischof ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland und Catholica-Beauftragter der lutherischen Kirchen. Weber stimmt dem katholischen Kardinal Walter Kasper zu, der in seinem "Praxishandbuch" zur Ökumene schreibt: "Wenn Christen gemeinsam das Geheimnis und den geistlichen Reichtum ihrer Taufe wieder entdecken, wächst ihre Nähe zu Christus und zueinander."

Die neue Wertschätzung der Taufe ist laut Weber eine Folge der Bemühungen um die innere Erneuerung der Gemeinden und Kirchen. Der Landesbischof kritisiert in diesem Zusammenhang, dass immens viel Zeit und Kraft in die Veränderung der kirchlichen Strukturen gesteckt werde. Von den kleineren Kirchen in der ACK erfahre er, dass diese in der Organisation und Reorganisation ihres "äußeren Betriebes" sehr pragmatisch handelten und alle Kraft auf die innere Erneuerung ausrichteten.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0696/17.03.08)
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