Auf einen Blick: „wellcome“-Netz für Rotenburg / Ostfriesische Fliesenbibel

Nachricht 11. März 2008

Rotenburg verstärkt landesweites "wellcome"-Netz

Hannover/Rotenburg/Wümme (epd). Das Netzwerk des diakonischen Familienprojektes "wellcome" in Niedersachsen wird vom 28. März an um den evangelischen Kirchenkreis Rotenburg bei Bremen erweitert. Die Initiative vermittele erfahrene Ehrenamtliche, die junge Familien in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt unterstützten, sagte am Donnerstag die örtliche Koordinatorin Sabine Kuhne. Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) ist Schirmherrin des Projektes, das derzeit nach eigenen Angaben in 20 niedersächsischen Orten tätig ist.

Das Konzept der ehrenamtlichen Hilfe, die über Fachstellen koordiniert wird, wurde von der Hamburger Sozialpädagogin Rose Volz-Schmidt entwickelt. Es läuft mittlerweile an mehr als 50 Orten in sieben Bundesländern. Ross-Luttmann rechnet damit, dass "wellcome" weiter wächst. Wichtige soziale Netze wie Verwandtschaft oder Nachbarschaft seien oft nicht mehr so tragfähig.

"Aber gerade in der Zeit nach der Geburt eines Kindes benötigen viele Familien Unterstützung", sagte die Sozialministerin. Berichte über Misshandlungen von Neugeborenen zeigten, wohin individuell empfundene Überlastungen von Eltern führen könne und wie wichtig in dieser Phase stützende soziale Netze seien.

Der Begriff "wellcome" setzt sich aus den englischen Wörtern "Wellness" für Wohlfühlen und "Welcome" für Willkommen zusammen. Der Stress im Alltag nach der Geburt zeige, wie sehr junge Familien auf Hilfe angewiesen seien, sagte die Koordinatorin: "Ein Baby verlangt von den Eltern die Neuorganisation der Familie."

Internet: www.wellcome-online.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b0607/06.03.08)
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"Friesische Fliesenbibel" erscheint im Juni

Norden (epd). Eine Bibel mit 600 Abbildungen historischer Fliesen wird am 29. Juni in der evangelisch-lutherischen Ludgeri-Kirche in Norden vorgestellt. Seit vier Jahren habe ein Team aus Norden nach historischen Fliesen geforscht, sie fotografiert und wissenschaftlich bestimmt, sagte der ostfriesische Bibelfliesenexperte, Pastor Kurt Perrey, am Donnerstag in Norden vor Journalisten.

Viele der bis zu 350 Jahre alten Fliesen hingen noch heute in alten Häusern an den Wänden, erläuterte Perrey. Andere seien in den Händen von privaten Sammlern, die sie wie Schätze hüteten. Die Fliesen seien von unbekannten Künstlern in niederländischen und ostfriesischen Werkstätten bemalt worden.

Zur Vorbereitung auf den ostfriesischen Kirchentag vom 4. bis 6. Juli in Norden stellte Perrey am Donnerstag sein mittlerweile achtes Themenbändchen mit Bibelfliesen vor. Unter dem Motto des Kichentages "Ein Stück vom Himmel -- Lücht in mien Leven" hätten die Mitarbeitenden des Vorbereitungsteams 16 kurze Andachten zu Bibelfliesen geschrieben. Das Heft ist im Buchhandel erhältlich und kostet 2,50 Euro.

Internet: Ostfriesische Bibelfliesen

(epd Niedersachsen-Bremen/b0603/06.03.08)
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