Kirchliche Stiftungen im Aufwind

Nachricht 07. März 2008

Hannover. Mehr als 320 Stiftungen fördern das kirchliche und diakonische Leben in der Landeskirche Hannovers. Davon entstanden mehr als 70 Stiftungen allein im Jahr 2007. Um deren Bekanntheit weiter zu steigern, eröffnete Bischöfin Dr. Margot Käßmann in der Nord/LB Hannover am 4. März die 2. Stiftungsinitiative der Landeskirche „Stiften – typisch evangelisch“. Sie wird mit einer Wanderausstellung ein Jahr lang in mehr als zwanzig Orten Niedersachsens den Stiftungsgedanken in die Öffentlichkeit tragen. Gefördert wird sie von der Hanns-Lilje-Stiftung und der Klosterkammer Hannover.

Hausherr Jürgen Kösters begrüßte die Geladenen mit dem Hinweis auf das gestiegene Interesse an Stiftungen in der Gesellschaft, gleichsam einer Renaissance, die jedoch nicht zurückschaut, sondern im Rückgriff Altbewährtes als zukunftsfähig und nachhaltig entdecke. „Entscheidend ist das Vertrauen – im Leben, in der Wirtschaft und im Glauben“, sagte Jürgen Kösters.

Die Landesbischöfin zeigte in ihrem Grußwort den Horizont landeskirchlicher und diakonischer Stiftungen auf: „Stiftungen fördern die Kindertafel, den Gospelchor, die ambulante Pflege oder den Hospizdienst. Natürlich auch die Orgel oder den Kirchturm. Sie alle sind aus unserer kirchlichen Wirklichkeit nicht mehr wegzudenken und tragen dauerhaft zur Sicherung kirchlicher Angebote bei. Am Schluss ihres Grußwortes ging die Landesbischöfin auf Elisabeth von Calenberg ein, deren Einsatz wir den Erhalt evangelischer Klöster in unserer Region bis heute verdanken – so kann eine Person mit Mut und Gottvertrauen weit über ihren persönlichen Lebenskreis hinaus wirken.“

Dr. Hans Fleisch vom Bundesverband der Stiftungen stellte die lange Tradition kirchlichen Stiftens heraus und betonte die besondere Chance, die das Stiften in den nächsten Jahrzehnten auch für die Kirche böte. „Wir stehen am Anfang einer neuen Stiftungswelle. Das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland wird weiter wachsen. Die Kirche hat sich hier in Stiftungsgründung und – betreuung bewährt und kann vielen potentiellen Stiftern und Stifterinnen gute Partnerschaft anbieten.“

„Die Evangelische Kirche ist verlässlich, das war sie und wird sie bleiben“, erläuterte Dr. Eckhart von Vietinghoff, Präsident des Landeskirchenamts. „Zugleich bleibt sie offen für die Zukunft. Das erleben Stifter und Stifterinnen, von denen viele, gerade wenn sie zur Generation ‚55plus’ gehören, ihren Blick nicht auf Vergangenes, sondern Bleibendes, Zukünftiges richten. Hier wird die Kampagne ‚Stiften, typisch-evangelisch’ in den Regionen der Landeskirche das örtliche Interesse an Stiftungen fördern und neues Engagement hervorrufen“.

Die Ausstellung ist bis zum 19.März in den Räumen der Nord/LB, Georgsplatz 1, in Hannover zu sehen und geht dann auf Tour.

Aktuelle Termine und Informationen unter>> www.stiften-typisch-evangelisch.de