Landesbischöfin: "Mehr als nur Kirchenparlament" / Jürgen Schneider als Präsident der Landessynode wiedergewählt / I. Tagung der 24. Landessynode

Nachricht 21. Februar 2008

Landesbischöfin: „Synode ist mehr als nur Kirchenparlament“

In ihrem ersten Bericht vor der 1. Tagung der 24. Landessynode ging Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann ausführlich auf die Funktion dieses kirchenleitenden Gremiums ein.

Sie machte dabei deutlich, dass eine Synode mehr sei als nur ein Kirchenparlament: „Sie ist Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung der Getauften für ihre Kirche und somit auch eine geistliche Versammlung.“

In einer Landeskirche wie der hannoverschen, die mit über 3 Millionen Mitgliedern die größte innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, gebe es viel Spielraum zur Gestaltung für eine Synode.

In einem kurzen geschichtlichen Abriss zur Geschichte dieses Leitungsorgans verwies Käßmann darauf, dass es sich um „eine typisch evangelische Erfindung“ handle, entstanden im 16. Jahrhundert und erst ab dem 19. Jahrhundert neben Geistlichen auch mit Nicht-Ordinierten besetzt.

>> Zur Berichterstattung über die 24. Landessynode: www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/wir-ueber-uns/landessynode

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Die 24. Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hat am Donnerstagabend Jürgen Schneider ohne Gegenstimmen erneut zu ihrem Präsidenten gewählt. Schneider ist seit 2002 Mitglied der Synode und gehört der Gruppe "Lebendige Volkskirche" an. Seit drei Jahren ist er der Präsident der Landessynode.

Schneider studierte Landespflege in Hannover und Erwachsenen-Pädagogik in Esslingen bei Stuttgart. Er arbeitete als Naturschutzplaner in der Schweiz und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftspflege in Hannover. Der 57-jährige ist jetzt pädagogischer Mitarbeiter der Heimvolkshochschule Hermannsburg sowie Coach und Trainer.

"Wir sind gemeinsam auf dem Weg, um die notwendigen Veränderungen zu gestalten und den Reformprozess weiter zu führen", sagte Schneider. "Für mich ist wichtig, dass ehrenamtlicher und beruflicher Dienst enger aufeinander bezogen werden. Die Landessynode zeigt beispielhaft, dass das sehr gut gelingen kann. Wir haben außerdem den Auftrag, das Miteinander aller kirchenleitenden Organe zu gestalten."

Vizepräsidentinnen und Vizepräsident wurden die Dipl.-Pädagogin Christa Elsner-Solar aus
Hannover, die Land- und Forstwirtin und Dipl.-Designerin Sabine Freifrau von Richthofen aus Melle bei Osnabrück und der Richter a.D. Thomas Reisner aus Lüneburg.


Hannover, 21. Februar 2008
Pressestelle der Landeskirche
Dr. Johannes Neukirch


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I. Tagung der 24. Landessynode

Hannover. Die erste Tagung der neu gewählten Synode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers begann am Donnerstag, 21. Februar 2008, um 10 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Marktkirche. Die Predigt hielt Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann. Im weiteren Verlauf erfolgt unter anderem die Vorstellung der kirchenleitenden Organe und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Tagungen im Plenarsaal der Henriettenstiftung Hannover. Um 18.30 Uhr beginnt die 1. Plenarsitzung. Die gesamte Tagung ist öffentlich.

>> Zur Berichterstattung über die 24. Landessynode: www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/wir-ueber-uns/landessynode


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Zahlen zur neuen Synode

Die Synode ist das gesetzgebende Leitungsorgan der Landeskirche. Ihre Amtszeit beträgt jeweils sechs Jahre. Die Synode ist von 98 auf 75 Synodale verkleinert. 63 von ihnen sind gewählt, zehn vom Kirchensenat berufen. Der Abt des Klosters Loccum und ein Vertreter der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen gehören kraft Amtes zur Synode. Durch zwei "Überhangmandate" besteht das Kirchenparlament zurzeit aus 77 Mitgliedern.

Unter den neuen Synodalen sind 35 Frauen und 42 Männer. Das Durchschnittsalter sank von 56 auf 52 Jahre. Von den 63 Gewählten sind 34 Ehrenamtliche, 17 Pastorinnen und Pastoren sowie zwölf kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.