Auf einen Blick (14.2.): Theologe Bad Bederkesa / Referent VELKD / Fall Köhler geschlossen

Nachricht 14. Februar 2008

Thomas Bretz-Rieck neuer pädagogisch-theologischer Mitarbeiter in Bad Bederkesa

Bad Bederkesa. Das pädagogische Team im Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa ist wieder komplett. Seit Anfang Februar arbeitet Thomas Bretz-Rieck als Pastor der Landeskirche in der Heimvolkshochschule. Der Theologe tritt damit die Nachfolge von Dr. Barbara Hanusa an, die im Sommer letzten Jahres die didaktische Leitung der École d’Humanité im schweizerischen Berner Oberland übernommen hat. In seiner neuen Tätigkeit ist der 44jährige zuständig für die Bereiche Theologie, Kirche und ihr gesellschaftliches Umfeld.

Themen, die in diesem Spannungsfeld liegen, sind für ihn daher auch von besonderem Interesse. „Fragen nach dem menschlichen Bewusstsein und dem freien Willen, die an der Schnittstelle von Psychologie, Philosophie und Theologie liegen, sind mir wichtig.“ Bretz-Rieck war zuvor 13 Jahre in Estebrügge vor den Toren Hamburgs als Gemeindepastor tätig. Der gelernte Industriekaufmann, der auch eine zeitlang als Unternehmensberater in der EDV-Branche gearbeitet hat, kam über den 2. Bildungsweg zum Theologiestudium, das er an der Theologischen Akademie in Celle abschloss. Er ist verheiratet mit der Tanzpädagogin Susanne Rieck und Vater der beiden Töchter Paula (10) und Rosa (6).

Das Evangelische Bildungszentrum Bad Bederkesa ist die größte Bildungseinrichtung zwischen Hamburg und Bremen und befindet sich in kirchlicher Trägerschaft. Im letzten Jahr feierte die Heimvolkshochschule ihr 25jähriges Bestehen. Unter der Leitung von Dr. Jörg-C. Matzen arbeiten insgesamt fünf pädagogische Mitarbeitende im Haus, das u.a. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet wurde für seine Qualitätsentwicklung.


Stade, 12. Februar 2008
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Stade
Sonja Domröse

Internet: www.sprengel-stade.de


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Neuer Referent für Ökumenische Grundsatzfragen der VELKD

Hannover. Pfarrer Dr. Oliver Schuegraf hat als Referent für Ökumenische Grundsatzfragen und Catholica seinen Dienst im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) aufgenommen. Der 39-jährige Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist Nachfolger von Dr. Christoph Jahnel, der in seine bayerische Heimatlandeskirche zurückgekehrt ist.

Schuegraf studierte Evangelische Theologie in Erlangen und Bonn und absolvierte ein Theologisches Studienjahr an der Dormitio Abtei in Jerusalem. An der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau bei Nürnberg wurde er mit einer Arbeit über die Ekklesiologie in den Dokumenten der bilateralen Konsensökumene promoviert.

Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD

Internet: www.velkd.de


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Staatsanwaltschaft schließt Akten im Fall Köhler

Göttingen (epd). Die Staatsanwaltschaft hat ihre Akten im Fall der Suspendierung des früheren Göttinger evangelischen Superintendenten Wolf-Dietrich Köhler geschlossen. Die beiden anhängigen Verfahren seien eingestellt worden, sagte der Sprecher der Göttinger Staatsanwaltschaft, Hans-Hugo Heimgärtner, am Donnerstag dem epd. Die hannoversche Landeskirche hatte Köhler im vergangenen Mai suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Begründet wurde dies mit der Verletzung seiner Amtspflichten.

Nach einem Bericht des "Göttinger Tageblatts" liegen dem Disziplinarverfahren Äußerungen einer Pastorin zugrunde, die Köhler sexuelle Nötigung vorgeworfen habe. Die Landeskirche hat dies aber nicht bestätigt. Die Staatsanwaltschaft hatte nach der Veröffentlichung des Zeitungsberichts ein Ermittlungsverfahren gegen Köhler eröffnet. Nach der Prüfung der Disziplinarakte gebe es aber keine Anhaltspunkte, dass Köhler sich hier strafbar gemacht habe, sagte Heimgärtner.

Zur Frage, ob gegen den Theologen der Vorwurf der sexuellen Belästigung erhoben worden sei, äußerte sich Heimgärtner nicht. Dieses sei strafrechtlich nicht von Belang und falle deswegen nicht in den Aufgabenbereich seiner Behörde. Ein zweites, von Köhler selbst eingeleitetes Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft ebenfalls eingestellt. Der Theologe hatte nach dem betreffenden Zeitungsbericht eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Verleumdung gestellt. Es sei aufgrund des für Medien bestehenden Informantenschutzes nicht festzustellen gewesen, wer gegenüber der Zeitung die Vorwürfe gegen Köhler erhoben habe, sagte Heimgärtner.

Die Landeskirche hatte die Suspendierung Köhlers zum 1. November aufgehoben, nachdem dieser auf sein Amt als Superintendent in Göttingen verzichtet hatte. Köhler arbeitet seitdem im Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ist jedoch weiterhin Pastor der Landeskirche.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0394/14.02.08)
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