Auf einen Blick: Reformierte Weltgesellschaft / Metropolit Hieronymus / Altbischof Lohse

Nachricht 11. Februar 2008

Wolfgang Huber gratuliert Hieronymus

Gemeinsam mit dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gratuliert der Vorsitzende des Rates, Bischof Wolfgang Huber dem griechischen Metropoliten Hieronymus, dass die Heilige Synode ihn zum Ersten Leitenden Geistlichen der Griechisch-Orthodoxen Kirche berufen hat. Die Griechische Orthodoxe Kirche und die EKD seien auf vielfältige Weise miteinander verbunden, schreibt der Ratsvorsitzende und erinnert daran, dass in den vergangenen Jahrzehnten viele griechisch-orthodoxe Christen in Deutschland und ebenso auch evangelische Christen in erheblicher Zahl in Griechenland ein neues Zuhause gefunden haben. Er hoffe, so der Ratsvorsitzende, dass sie sich in baldiger Zukunft persönlich begegnen könnten, um die geschwisterliche Gemeinschaft zwischen unseren Kirchen zu vertiefen.

Hieronymos wurde 1938 unter dem weltlichen Namen Ioannis Liapis in Oinofyta nahe Theben geboren. Er studierte Archäologie und Theologie in Athen. Weitere Studienorte waren Graz, München und Regensburg. Seit 1981 ist er Bischof, in der vergangenen Woche wurde er zum geistlichen Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche gewählt.

Hannover/Berlin, 11. Februar 2008
Pressestelle der EKD
Christof Vetter


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Reformierte Weltgemeinschaft: eine Chance für die Protestanten

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) begrüsst die theologischen Überlegungen von RWB Europa zur sich 2010 gründenden Reformierten Weltgemeinschaft.

Der Refomierte Weltbund (RWB) und der Reformed Ecumenical Council (REC) schließen sich 2010 zu einer reformierten Weltgemeinschaft zusammen. Die GEKE begrüßt dabei die theologischen Überlegungen der Zusammenkunft des Europabundes des RWB der letzten Woche. Darin wird „Gemeinschaft“ ausgelegt als gegenseitige Anerkennung der Kirchen und ihrer Ämter, als Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft sowie als gemeinsames Streben nach christlicher Einheit.

Für den Präsidenten der GEKE, Pfarrer Thomas Wipf, bedeutet die Stellungnahme des RWB-Europabundes eine „konsequente Weiterführung der Leuenberger Konkordie“, dem Grundlagendokument der GEKE. „Wie 1973 die Kirchen auf der Suche nach Versöhnung und Gemeinschaft in Bewegung kamen, kommt nun die reformierte Weltfamilie in Bewegung“, so Wipf. „Der Europabund des RWB greift das Leuenberger Verständnis der ‚Einheit in versöhnter Verschiedenheit’ auf und verhilft den Kirchen des RWB zu grösserer innerer Einheit. Die Erklärung erleichtert ausserdem die Dialoge besonders mit den anderen protestantischen Bünden. Dies ist eine Chance für die Protestanten.“

Der RWB vereint 75 Millionen reformierte Christen in 214 Kirchen aus 107 Ländern. Der REC repräsentiert 12 Millionen reformierte Christen in 39 Kirchen aus 25 Ländern. 27 der Kirchen sind Mitglieder in beiden Bünden.

Hinweis: Das Statement des RWB Europa kann auf www.leuenberg.eu eingesehen werden.

Wien, 11. Februar 2008


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Altbischof Lohse schreibt Buch über das Urchristentum

Göttingen (epd). Der Theologieprofessor und ehemalige hannoversche Landesbischof Eduard Lohse hat für ein neues Buch die Anfänge des Christentums erforscht. Er zeichne darin die großen theologischen und historischen Linien nach, die zur Entfaltung der ersten Christenheit geführt hätten, teilte der Göttinger Verlag "Vandenhoeck & Ruprecht" am Montag mit. Lohse blickt unter anderem auf Johannes den Täufer, Kreuz und Auferstehung, Paulus und die Apostel sowie den Alltag der ersten Christen zurück. - Eduard Lohse, Das Urchristentum. Göttingen 2008. 173 Seiten, 14,90 Euro.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0366/11.02.08)
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