Landessuperintendent kritisiert Nokia theologisch

Nachricht 01. Februar 2008

Stade (epd). Der Stader Landessuperintendent Manfred Horch hat auch aus theologischer Sicht die Firmenpolitik von Nokia in Bochum kritisiert. "Niemand wird die Notwendigkeit von Gewinnen bestreiten, aber es geht auch um Verantwortung", schreibt Horch in einem Beitrag für die niedersächsische Evangelische Zeitung an diesem Sonntag, der epd vorab zur Verfügung gestellt wurde. Im Grunde gehe es um das siebte Gebot "Du sollst nicht stehlen".

"Luther erklärt es so: Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unseres Nächstes Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten", zitiert Horch den Reformator. Konzerne trügen auch Verantwortung dafür, das Gut der Menschen zu verbessern und zu behüten. Nokia hingegen sei "ein Paradebeispiel für Gier und menschliche Ignoranz". Ein Standort, der Gewinn abwerfe, werde geschlossen, weil der Profit nicht hoch genug sei.

(epd Niedersachsen-Bremen/d0305/01.02.08)
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