Sozialverbände eröffnen Second-Hand-Kaufhaus in Hannover

Nachricht 14. Januar 2008

Hannover (epd). Sozialverbände haben am Montag in Hannover ein neues Second-Hand-Kaufhaus eröffnet. Im "fairkauf" in der Innenstadt könnten Kunden auf drei Etagen Möbel, Hausrat oder Kleidung zu günstigen Preisen erwerben, sagte Geschäftsführerin Nicola Barke: "Auch Menschen, die wenig Geld verdienen oder arbeitslos sind, sollen einmal bummeln gehen und sich etwas Schönes kaufen können." Für das "fairkauf" haben Diakonie, Caritas und die Einrichtung "Werkheim" eine Genossenschaft gegründet.

Das Kaufhaus biete zum Beispiel bei den Möbeln eine Palette von einfachen Bad- oder Küchenmöbeln bis zum Marken-Schlafzimmer an, erläuterte Barke: "Wir geben guten gebrauchten Dingen ein zweites Leben für Menschen, die sich diese Dinge neu nicht leisten können oder wollen." Das gemeinnützige Kaufhaus sei grundsätzlich für jedermann offen, betonte die Geschäftsführerin. Es solle eine Begegnungsstätte für Menschen mit unterschiedlichem Einkommen sein und biete auch eine Leseecke.

Für das "fairkauf" wurden sieben Mitarbeiter fest angestellt, die zuvor wenige Wochen oder auch einige Jahre lang arbeitslos waren. Sie sollen für die Arbeit im Verkauf sowie im Lager und Transport qualifiziert werden. Für das Kaufhaus nehmen die Initiatoren gespendete Möbel, Hausrat und Bekleidung entgegen, die bei Bedarf aufgearbeitet werden. In Hannover lebe jeder fünfte Mensch in Armut, hieß es. Ähnliche Projekte bestehen bereits in anderen Städten.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0113/14.01.08)
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