Katholikentag in Osnabrück zur Gestaltung der Zukunft

Nachricht 08. Januar 2008

Osnabrück (epd). Der 97. Deutsche Katholikentag vom 21. bis 25. Mai in Osnabrück wird unter dem Leitwort "Du führst uns hinaus ins Weite" die Gestaltung der Zukunft in den Mittelpunkt stellen. Darüber hinaus werde er in einer Stadt, in der das Miteinander der Konfessionen alltäglich sei, deutlich ökumenisch geprägt sein, sagten der gastgebende Bischof Franz-Josef Bode und Hans Joachim Meyer, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, am Dienstag vor Journalisten in Osnabrück.

Als Redner sind unter anderen Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Ratsvorsitzende der Evangelischen in Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, eingeladen. Das Hauptthema gliedere sich in die Bereiche "Zukunft von Glauben und Kirche" sowie "Zukunft der Gesellschaft", sagte Meyer. In Einzelaspekten gehe es ebenso um den Glauben von Jugendlichen, wie um die Hirnforschung, die Verständigung mit anderen Religionen oder die Globalisierung.

Zentrale Veranstaltungen sind nach Worten Meyers die Eröffnung am 21. Mai im Dom, ein Fronleichnamsgottesdienst und ein ökumenischer Gottesdienst. Den Abschlussgottesdienst werde der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, gemeinsam mit Bischöfen aus dem In- und Ausland feiern. Daneben werde es eine Kirchenmeile, einen Abend der Begegnung, ein Weltkinderfest, ein Open-Air-Konzert und eine Feier zum 50jährigen Bestehen des Hilfswerks Misereor geben.

Das Ökumenezentrum des Katholikentages wird sich den Angaben zufolge vor allem mit dem gemeinsamen Sakrament der Taufe beschäftigen. Am zentralen ökumenischen Gottesdienst sollen auch die evangelisch-lutherische Landesbischöfin Margot Käßmann und der evangelisch-reformierte Kirchenpräsident Jann Schmidt teilnehmen. Weiter hätten Kardinal Walter Kasper, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, und die evangelischen Bischöfe Friedrich Weber und Johannes Friedrich ihr Kommen zugesagt.

Zum Beginn des Katholikentags sollten die Glocken aller katholischen und evangelischen Kirchen in Osnabrück läuten, betonte Bischof Bode. Das sei ein positives Zeichen des guten ökumenischen Umgangs, "den wir hier in Osnabrück seit langem pflegen". In Osnabrück ist der Anteil von Katholiken und Protestanten etwa gleich groß. In den Arbeitskreisen zur Vorbereitung des Katholikentages arbeiteten evangelische Vertreter mit.

Zum Katholikentag werden nach Angaben des Geschäftsführers, Martin Stauch, täglich etwa 35.000 bis 40.000 Tages- und Dauergäste erwartet. Die Großveranstaltung hat einen Etat von 7,65 Millionen Euro.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0046/08.01.08)
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