Ökumene-Experte erwartet wenig Bewegung bei Katholiken

Nachricht 27. Dezember 2007

Wolfenbüttel (epd). Die römisch-katholische Kirche verfolgt nach den Worten des Braunschweiger Landesbischofs Friedrich Weber das Geschehen in den protestantischen Kirchen mit hoher Aufmerksamkeit. Er erwarte allerdings nicht, dass sich die katholische Kirche im neuen Jahr in den umstrittenen Fragen der Zulassung von Protestanten zur Eucharistiefeier und gemeinsamen Gottesdiensten am Sonntagvormittag entscheidend bewege, sagte Weber, der auch Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist, am Donnerstag dem epd.

Das Gesprächsklima zwischen den beiden großen Kirchen in Deutschland bezeichnete der evangelische Bischof als entspannt und konstruktiv. Er hoffe, dass an die theologische Übereinstimmung, die 1999 mit der "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" erzielt worden sei, wieder angeknüpft werden könne.

Es sollte für beide Seiten der Grundsatz gelten, dass das Trennende das Verbindende nicht zerstören dürfe, sagte Weber. Dabei würdigte er besonders die wechselseitige Anerkennung der Taufe. Eine entsprechende Erklärung war am 29. April im Magdeburger Dom unterzeichnet worden.
Neben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz waren daran neun weitere Kirchen, darunter Orthodoxe, Anglikaner, Methodisten und Altkatholiken, beteiligt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3827/27.12.07)
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