Weihnachtsbotschaften

Nachricht 25. Dezember 2007

Landesbischöfin: Weihnachten ist Botschaft gegen die Angst

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat angesichts zahlreicher Zukunftsängste wie Armut, Arbeitslosigkeit oder Klimawandel zu mehr Zuversicht aufgerufen. "Die biblische Botschaft von Weihnachten ist ja: Fürchtet Euch nicht", sagte die evangelische Theologin am Montag dem NDR Info Radio. Das sei keine Beschwichtigung nach dem Motto, "macht Euch mal keine Sorgen". Vielmehr sei die Botschaft Gottes in der Welt stärker als alle Zerstörung, "nämlich stärker als der Tod".

Sie beobachte zurzeit ein größeres Selbstbewusstsein bei Christen, fügte die Bischöfin der größten deutschen evangelischen Landeskirche mit rund drei Millionen Protestanten hinzu. "Das finde ich sehr positiv, dass mehr Menschen nicht sagen, 'ich bin noch in der Kirche', sondern 'ja, ich gehöre zur Kirche, ich bin Christ und stehe auch dazu, das ist meine Orientierung im Leben, meine Wertebasis auch.'"

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat in ihrer Heiligabend-Predigt an die Kinder erinnert, die in diesem Jahr durch Vernachlässigung und Misshandlung gestorben sind. Sie seien eine Mahnung für mehr Achtsamkeit in der Gesellschaft. "Warum es all das Leid gibt in unserem Leben, können wir nicht vollkommen erfassen. Das bleibt ein Geheimnis des Glaubens", sagte die Bischöfin am Montag in der hannoverschen Marktkirche. Die große Hoffnung der Christen sei aber, dass in Gottes Zukunft Leid und Geschrei ein Ende haben werden.

Das zentrale Bild für Weihnachten sei, dass Gott als Kind in eine Welt gekommen sei, die nicht heil und wohlig war. Die Krippe des Jesus-Kindes sei zum Sinnbild für Liebe und Geborgenheit geworden. Maria und Josef hätten alles für ihr Kind getan, was ihnen möglich war, sagte Käßmann: "Solche Eltern, die in aller Armut für ihr Kind da sind, wünschen wir jedem Kind."

Die biblische Geschichte erzähle auch von den Hirten, die aufmerksam hinschauten, wie es dem Säugling gehe, sagte die Bischöfin der größten evangelischen Kirche in Deutschland weiter. Außerdem werde von den großzügigen Weisen aus dem Morgenland berichtet, die sich darum bemühten, das Neugeborene materiell abzusichern. All dies brauche ein Kind. Das Kind in der Krippe sei ein Zeichen der Verletzbarkeit des Lebens, betonte Käßmann: "Das mahnt uns, auf das Kind zu achten."

Durch das Kind werde deutlich, dass Gott auf der Welt gewesen sei: "Gott weiß, was Menschen umtreibt und quält, was sie freut und bewegt", sagte die Bischöfin: "Deshalb kann ich mich Gott anvertrauen."

(epd Niedersachsen-Bremen/b3837/24.12.07)
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Landessuperintendent Horch fordert Aufmerksamkeit für Kinder

Stade (epd). Der Stader Landessuperintendent Manfred Horch hat dazu aufgerufen, Kindern mit mehr Liebe und Aufmerksamkeit zu begegnen. "Wir brauchen mehr Herz und den Mut zur Einmischung, die Aufmerksamkeit für das Leid von Kindern", sagte der leitende Theologe am Heiligabend bei der Christvesper in der St.-Wilhadi-Kirche Stade. Kinder seien angewiesen auf menschliche Fürsorge und den Schutz der Erwachsenen.

"Jesus stellt in seinen Predigten die Kinder ins Zentrum", sagte Horch einem vorab veröffentlichten Predigt-Manuskript zufolge. Sie seien für ihn ein Vorbild und er warne davor, ihnen zu schaden. Doch Kinder wie Dennis, Kevin und Lea-Sophie hätten unter Verwahrlosung gelitten, ihre Eltern seien hilflos gewesen und hätten versagt. Der Staat habe bei Jugendämtern gespart. Deshalb habe es keine kompetente Hilfe gegeben oder sie sei zu spät gekommen: "Menschen blieben gleichgültig oder haben weggesehen, weil sie sich nicht einmischen wollten."

Der Landessuperintendent rief dazu auf, auch an der Tür des Nachbarn zu klingeln und zu fragen, wenn ein Kind weint oder wenn es laut zugeht.
"Man muss auch da Hilfe anbieten, wo sie nicht verlangt wird." Die Familie sei für Kinder ein Raum der Geborgenheit und des Schutzes. Sie könne aber auch zum Ort des Martyriums werden: "Ich plädiere nicht für totale Kontrolle, das wäre ziemlich schlimm. Ich bin für Aufmerksamkeit aus Liebe und zum Schutz für die Schwachen und Kleinen."

(epd Niedersachsen-Bremen/b3838/24.12.07)
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Landessuperintendent Klahr: Geheimnis von Weihnachten zulassen

Emden (epd). Landessuperintendent Detlef Klahr hat die Menschen aufgerufen, sich auf das Geheimnis des Glaubens und Weihnachtens einzulassen. Mit der Geburt Jesu habe sich die Welt verändert, sagte der leitende Theologe des evangelisch-lutherischen Sprengels Ostfriesland am Heiligen Abend in der Emder Martin-Luther-Kirche. "Gott ist mitten unter uns. Wo wir uns auf dieses Geheimnis einlassen, da kann Glaube sich ereignen." Klahr hatte am 30. September die Nachfolge von Landessuperintendentin Oda-Gebbine Holze-Stäblein angetreten.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3831/21.12.07)
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Landessuperintendent Krause sieht auf Not von Kindern

Osnabrück (epd). Der Osnabrücker Landessuperintendent Burghard Krause hat in seiner Weihnachtspredigt auf die Not von vernachlässigten Kindern und ihren Eltern aufmerksam gemacht. "Was muss in den Seelen von Eltern zerstört sein, die ihr Kind misshandeln?", sagte Krause am Heiligabend in der Marienkirche. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Gott sich dennoch oder gerade deshalb in einem Kind unter die Menschen wage: "Er macht sich klein, damit er denen nahe sein kann, die sich selbst klein vorkommen."

Gott suche die Nähe zu den Kleinmütigen, die das Vertrauen ins Leben verloren hätten, zu denen, die übersehen würden, weil sie nicht zu den Großen gehörten. Krause, der seit September Leiter des Osnabrücker Sprengels in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist, ermutigte die Menschen, sich der Kinder anzunehmen: "Ihr alle, die ihr Kinder erzieht und ins Leben begleitet, die ihr an einer kinderfreundlichen Gesellschaft mitarbeitet, ihr seid Mitarbeiter Gottes."

(epd Niedersachsen-Bremen/b3832/24.12.07)
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Landessuperintendent Jantzen ruft zu Engagement für Kinder auf

Lüneburg (epd). Der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen hat in seiner Weihnachtspredigt am Heiligen Abend zu gesellschaftlichem Engagement aufgerufen. Meldungen über vernachlässigte oder getötete Kinder riefen dazu auf, in Bewegung zu kommen und aufmerksamer zu werden, sagte Jantzen in der St.-Johannis-Kirche in Lüneburg. Dies sollte dazu führen, "dass wir beherzt für die Rechte der Kinder eintreten, überforderten Eltern zur Seite stehen und so ein gesellschaftliches Klima fördern, in dem Kinder willkommen sind".

Jantzen sprach seinem Manuskript zufolge vom großem Geheimnis des Glaubens, das am Heiligen Abend besonders gefeiert werde. Die Weihnachtsgeschichte erzähle auch von Josef und Maria, einem jungen Paar in schwieriger sozialer Lage, und armen Hirten: "Die Weihnachtsbotschaft ist eindeutig. Gott kommt in diese Welt, so schlimm und unerträglich die irdischen Verhältnisse auch oft sind", sagte der evangelische Landessuperintendent.

Die Hirten aus der biblischen Geschichte hätten davon beim Anblick des neugeborenen Kindes Jesus Christus etwas geahnt, sagte Jantzen: "Sie ahnen etwas von Gottes Welt, in der Friede auf Erden möglich wird, in der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit keine Fremdwörter sind, in der ein Kind Hoffnungsträger für die ganze Welt wird, in der junge Eltern den Kopf heben und die Verantwortung für ihr Kind tragen können." Dieses Wirken Gottes lasse sich nicht messen oder fotografieren. Es lasse sich aber als Hoffnung für die Welt und als Mut zum Handeln erfahren.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3830/24.12.07)
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