Peter Hahne beim Freundesmahl in der Diakonie Himmelsthür

Nachricht 08. Dezember 2007

Hildesheim. Der ZDF-Moderator Peter Hahne widmete sich beim Freundesmahl der Diakonie Himmelsthür in Hildesheim seinem Lieblingsthema: „Neue Sehnsucht nach alten Werten“. Er begann beim Namen Himmelsthür – „welches Kind hat nicht unter dieser Adresse an das Christkind geschrieben?“ –, dankte den „gotteswahnsinnigen Menschen“, die in Einrichtungen wie der Diakonie Himmelsthür das Gegengewicht zum „atheistischen Fundamentalismus“ bildeten, schob eine Erinnerung an sein Buch „Das Ende der Spaßgesellschaft“ ein und landete bei Karl Valentin mit seiner berühmten Frage: „Können Sie mir sagen, wo ich eigentlich hin will?“

Genau diese Haltung begegne einem überall in Deutschland, besonders in der Politik, sagte Hahne. Das sei die „Generation ratlos“, gekennzeichnet durch ihre Gottesferne und Maßlosigkeit. Die brutalen Kindesmorde in Plön waren Hahne ein bitteres Beispiel; die Äußerungen von Spitzenmanagern, die ihre Millionengehälter für „moderat“ halten, ein anderes.

Doch er wolle kein Miesmacher sein, er sei vielmehr optimistisch: „Wir werden eine Trendwende erleben!“ Die „Wertefrage“ sei längst keine Domäne der Konservativen mehr, sondern habe sich auch bei den Linken etabliert. Gerade bei jungen Menschen machte er eine Sehnsucht nach Ehe, Familie und neu belebten Tugenden aus.

Hahne prangerte die Älteren an, sie hätten der jungen Generation eine Orientierung und eine klare Richtung vorenthalten. „Haben wir unsere Kinder nicht betrogen!“, warf Hahne in den Raum. Auch die Kirche habe es lange versäumt, Gottes Wahrheit zum Leuchten zu bringen. In dieser Wahrheit aber liege die Wurzel, die es neu zu entdecken gelte: „Eine gottvergessene Gesellschaft ist eine Gesellschaft ohne Werte und damit wertlos.“

Diakonie Himmelsthür