Der Nikolaustag am 6. Dezember ist vor allem ein Tag für die Kinder

Nachricht 04. Dezember 2007

Lasst uns froh und munter sein…

Blankgeputzte Schuhe, besser noch die Stiefel: das ist für viele gleichbedeutend mit Nikolaus. Und so putzen Kinder zumindest einmal im Jahr richtig gerne ihre Schuhe. Denn der 6. Dezember ist vor allem ihr Tag. Der Grund dafür: Bischof Nikolaus soll gerade Kindern besonders geholfen haben.

Der Nikolaustag geht auf Nikolaus von Myra (um 300 n. Chr.) zurück. Da er Bischof war, gehörten zu seiner Amtstracht ein Stab und eine Mitra, die Bischofsmütze. Viele Legenden ranken sich um seine Person. Historisch gesichert lässt sich kaum etwas zu seiner Person sagen. Der Legende nach soll er in seiner Heimatstadt, einem kleinen Ort in der heutigen Türkei, eine Hungersnot verhindert haben. Er sorgte dafür, dass Getreideschiffe mit der rettenden Nahrung den Hafen anliefen und alles unter den Einwohnern geteilt wurde. Die verbreitete Verehrung Nikolaus´ als Kinderfreund knüpft an die Sage an, dass er drei armen Mädchen Geld schenkte, so dass sie heiraten konnten.

Die Verehrung des Heiligen Nikolaus ist im 6. Jahrhundert schon im Osten, ab dem 9. Jahrhundert dann auch im Westen nachweisbar. In Deutschland ist er seit dem 11. Jahrhundert bezeugt. Er gilt als Schutzheiliger der Schiffer, weshalb gerade im Norden viele Kirchen nach ihm als Nikolaikirchen benannt sind. Aber auch als Beschützer der Kaufleute, Bäcker und auch Schüler wurde er verehrt. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts gibt es den Brauch, für die Kinder Schuhe vor die Haustür zu stellen, in die der Nikolaus nachts seine Geschenke hineinlegt.