Annastift: Diskussion über die Rechte der Menschen mit Behinderungen

Nachricht 03. Dezember 2007

Hannover. Scheinbar weit weg von unserem Land und Alltag ist die UNO-Konvention für Menschen mit Behinderungen. Am 30. März 2007 hat Deutschland als eines der ersten Länder die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gezeichnet.

Dieses Übereinkommen verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, ihre Gesetzgebung so auszurichten, dass die in der Konvention geregelten Rechte behinderter Menschen verwirklicht werden. Mit der UN-Konvention soll erreicht werden, dass Menschen mit Behinderungen alle Menschenrechte gleichberechtigt ausüben können und ihre Grundfreiheiten gewährleistet werden. Aber noch hat das Land Niedersachsen die Konvention nicht ratifiziert.

Was "sagt" die UNO-Konvention ?

Artikel 19:
Das Recht auf Teilhabe: Menschen mit Behinderungen dürfen ihren Wohnsitz frei wählen und entscheiden, wie sie wohnen möchten.
Artikel 24: Menschen mit Behinderungen sollen nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Es kann demnach keine Sonderschulen mehr geben.

Artikel 25, 26 und 27
Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Arbeit und darauf, im offenen Arbeitsmarkt Stellen anzunehmen.

Eine große Herausforderung für die Gesellschaft und für unsere Politiker. Horst Frehe wird uns die Konvention in verständlicher Sprache vorstellen, wir wollen sie mit Ihnen diskutieren und natürlich auch die Parteien dazu befragen.

Thomas Klein
Diakonische Dienste Hannover

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