Tagung kritisiert "Auswüchse des jetzigen Pilgerbooms"

Nachricht 30. November 2007

Heiligenstadt/Loccum (epd). Pilgerinitiativen aus Deutschland und der Schweiz haben "Auswüchse des jetzigen Pilgerbooms" kritisiert. Die Pilgerbewegung dürfe nicht der Unterhaltungsindustrie überlassen werden, betonte die Arbeitsgemeinschaft Ökumenische Pilgerwege am Donnerstag nach einem Treffen in Heiligenstadt (Thüringen).

Nach Einschätzung der Vertreter von zwölf Initiativen erfreuen sich Pilgerwege einer immer größeren Beliebtheit. Allein auf der 300 Kilometer langen Strecke von Loccum in Niedersachsen nach Volkenroda in Thüringen seien in diesem Jahr mehr als 3.000 Männer und Frauen unterwegs gewesen. Beim Pilgern komme es jedoch nicht darauf an, möglichst viele Menschen zu erreichen, sondern "Suchende einen Weg der Einkehr und Erneuerung entdecken zu lassen", hieß es.

Die vor zehn Jahren gegründete Arbeitsgemeinschaft will künftig verstärkt christlich-spirituelle Angebote für Pilgerwege erarbeiten und die einzelnen Initiativen besser vernetzen. Als weitere Aufgabe wurde die Mitarbeit an evangelischen Kirchentagen und Katholikentagen genannt. Dabei wisse sich die Arbeitsgemeinschaft "der ökumenischen Zusammenarbeit verpflichtet", wurde betont.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3617/30.11.07)
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