Schiefe und baufällige Kirchtürme in unserer Landeskirche

Nachricht 08. November 2007

Turm von Europas größter Holzkirche wird abgebaut

Clausthal-Zellerfeld (epd). Der vom Einsturz bedrohte Glockenturm der historischen Marktkirche "Zum heiligen Geist" in Clausthal wird vom 12. November an abgebaut. Der Turm der größten Holzkirche Europas müsse anschließend völlig zerlegt und neu aufgebaut werden, berichtete die Marktkirchen-Gemeinde am Donnerstag. Weil er umzukippen drohte, war er vor einem Jahr mit Baumstämmen abgestützt worden.


Die Arbeiten am Turm sind nur ein Teil der kompletten Sanierung der Kirche. Insgesamt sind dafür rund zehn Millionen Euro veranschlagt. Die Gemeinde erhält Spenden aus ganz Deutschland. Für die Renovierung benutzen die Handwerker "Mondphasen-Holz", das bei abnehmendem Mond geschlagen wird und als besonders trocken und widerstandsfähig gilt.

Internet: www.marktkirche-clausthal.de


(epd Niedersachsen-Bremen/b3290/08.11.07)
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Der schiefste Kirchturm der Welt steht in Ostfriesland

Suurhusen/Kr. Norden (epd). Der schiefste Kirchturm der Welt steht jetzt offiziell im ostfriesischen Suurhusen bei Emden. Die evangelisch-reformierten Kirchengemeinde erhielt am Donnerstag die Bestätigung durch das internationale Guinness-Buch der Rekorde. Der
Leiter der deutschen Redaktion des Rekord-Buches, Olaf Kuchenbecker, übereichte Pastor Pastor Frank Wessels eine entsprechende Urkunde. Um 2,47 Meter überragt der Giebel des Turms seine Grundmauer. Das ist eine Neigung von genau 5,1939 Grad.

Für den Suurhusener Turm sei eine neue Rekordkategorie "Der schiefste Turm" in das Buch aufgenommen worden, sagte Kuchenbecker: "Bislang galt der schiefe Turm von Pisa als der inoffizielle Weltmeister". Erst durch eine Recherche zu einem anderen Thema sei er auf Suurhusen aufmerksam geworden. Selbst der Leiter der Rekordabteilung in der Londoner Zentrale, der pikanterweise aus Italien stamme, habe nicht anders gekonnt, als die Schieflage des Suurhusener Turms als Weltrekord zu bestätigen.

Pastor Frank Wessels zeigte sich überglücklich über die Auszeichnung: "Für unser kleines ostfriesisches Dorf und unsere reformierte Kirche ist das ein wirklich schönes Erlebnis." Er hoffe, dass die öffentliche Hand nun ihre Mitverantwortung für das ostfriesische Wahrzeichen wahrnehme und ihren Beitrag zum Erhalt der Kirche aus dem 13. Jahrhundert und ihres fast 560 Jahre alten Turmes leiste.

Der Suurhusener Bürgermeister Wolfgang Schneider hofft, dass nun noch mehr Touristen den Ort besuchen. Alljährlich kämen schon jetzt bis zu 15.000 Gäste nach Suurhusen mit seinem markanten Kirchturm: "Vielleicht werden wir ja so bekannt wie Pisa." Nachzulesen wird der Rekord erst im September kommenden Jahres sein. Dann erscheint das neue Buch der Rekorde in mehr als 100 Ländern.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3287/08.11.07)
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