Buxtehuder "Friedwald" trifft auf Interesse

Nachricht 01. November 2007

Buxtehude (epd). Niedersachsens fünfter "Friedwald" in Buxtehude bei Hamburg stößt nach Angaben seiner Betreiber auf großes Interesse. Seit der Eröffnung vor einem Jahr seien 212 Verträge für einen Bestattungsplatz im Neukloster Holz abgeschlossen worden, teilte die hessische "FriedWald"-GmbH am Donnerstag mit. Sie hat auf einem knapp 80 Hektar großen Areal mit alten Eichen und Buchen die Möglichkeit geschaffen, die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen unter Bäumen beizusetzen.

Bisher habe es am Stadtrand von Buxtehude 93 Beisetzungen gegeben, hieß es. Alle 14 Tage hätten Interessierte die Möglichkeit, sich bei Führungen zu informieren. Der "Friedwald" wird in Zusammenarbeit mit der Stadt und der niedersächsischen Forstbehörde betrieben. Vor vier Jahren wurde der erste niedersächsische Friedwald in Bramsche bei Osnabrück eröffnet. Zwischenzeitlich kamen weitere Wälder in Königslutter bei Braunschweig, in der Lüneburger Heide bei Bispingen, in Hude bei Oldenburg sowie in Uetze bei Hannover hinzu.

Die Idee des Friedwaldes stammt aus der Schweiz, wo seit Mitte der 1990er Jahre mehr als 50 solcher Orte eingerichtet wurden. Mit "FriedWald" und der Firma "Ruheforst" sind bundesweit zwei Unternehmen aktiv, die Konzepte für Waldfriedhöfe verkaufen und das Marketing übernehmen. Die evangelische Kirche ist nach anfänglichen Bedenken nicht mehr grundsätzlich gegen das Friedwaldkonzept, die katholische Kirche lehnt es weitgehend ab.

Internet: www.friedwald.de und www.ruheforst.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b3227/01.11.07)
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