Auf einen Blick (25.10.)

Nachricht 25. Oktober 2007

"Schwarzes Kreuz" bittet um Weihnachtspost für Gefangene -

Celle (epd). Die christliche Straffälligenhilfe "Schwarzes Kreuz" bittet um Weihnachtspakete für Gefangene. Im vergangenen Jahr habe die Hilfsorganisation rund 760 Pakete an Häftinge geschickt, die sonst niemanden haben, sagte Anna Schülein von dem bundesweit tätigen Verein in Celle am Donnerstag: "Das waren so viele Pakete wie noch nie. Der Bedarf ist aber um ein Mehrfaches größer."

Laut Schülein unterstützen seit mehr als 50 Jahren Menschen aus ganz Deutschland die Aktion "Weihnachstfreude im Gefängnis". Das "Schwarze Kreuz" koordiniert den Versand der Weihnachtspakete und informiert darüber, was verpackt werden darf. Verschickt werden zumeist Lebensmittel, Tabak und Kaffee im Wert von rund 30 Euro. Wichtiger sei jedoch die Geste, die eine Brücke zu den Menschen im Gefängnis baue, sagte Schülein.

Das Christfest ist nach Auskunft des "Schwarzen Kreuzes" einer von drei Terminen im Jahr, zu denen Häftlinge ein Paket bekommen dürfen. Das "Schwarze Kreuz" wurde 1925 gegründet. Heute engagieren sich mehr als 400 Ehrenamtliche in Arbeitskreisen des Vereins.

Informationen unter Telefon 05141/94616-0 oder unter im Internet:.www.schwarzes-kreuz.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b3137/25.10.07)
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EKD ruft zu Einsatz für Frieden im Sudan auf

Hannover (epd). Zwei Tage vor Beginn von Friedensverhandlungen für die sudanesische Krisenregion Darfur hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) um Einsatz für Versöhnung in dem afrikanischen Land geworben. Zu den Verhandlungen in der libyschen Hauptstadt Tripolis gebe es keine überzeugende Alternative, erklärte der EKD-Sudanbeauftragte Gerrit Noltensmeier am Donnerstag in Hannover. In Darfur lebten viele Flüchtlinge unter erbärmlichen Lebensumständen. Der karge Boden werde
kaum noch bestellt, Hunger und Krankheiten breiteten sich aus.

Für nachhaltigen Frieden sei mehr nötig als der geplante UN-Blauhelmeinsatz in der Region, so Noltensmeier weiter. Soldaten seien kein Ersatz für konstruktives Agieren der internationalen Politik und die Versöhnungsarbeit von Kirchen und Nichtregierungsorganisationen.

Die geplanten Friedensverhandlungen, die UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eingefädelt hatte, werden vielfach mit Skepsis betrachtet. Mehrere Rebellengruppen haben ihren Boykott angekündigt.

In Darfur kämpfen seit 2003 Rebellen, Regierungsarmee und mit ihr verbündeten Milizen gegeneinander. Mindestens 200.000 Menschen kamen nach UN-Schätzungen ums Leben. Mehr als 2,5 Millionen wurden vertrieben. In den vielschichtigen Konflikten äußerten sich auch Verbitterung und Enttäuschung von Menschen, die sich in einem eher entlegenen Teil des Landes von der Regierung "vernachlässigt, missbraucht und verlassen" glaubten, urteilte Noltensmeier.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3144/25.10.07)
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125-jähriges Bestehen im Mittelpunkt von CVJM-Tagung

Dassel/Kr. Northeim (epd). Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) in Deutschland feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum stehe im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung des Verbandes an diesem Wochenende in Dassel bei Northeim, sagte Sprecherin Jutta Knabe am Mittwoch. Außerdem werde bei dem zweitägigen Treffen ein neuer Vorstand gewählt und die Strukturdebatte fortgesetzt.

Der CVJM ist die weltweit größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation mit insgesamt 45 Millionen Mitgliedern. In Deutschland hat er rund 260.000 Mitglieder. Die 13 Landesverbände und die Ortsvereine sind selbständig. Schwerpunkt des CVJM ist die örtliche Jugendarbeit.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3129/24.10.07)
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