Hospizpreis für Pflegeinrichtungen und Ehrenamtliche

Nachricht 14. Oktober 2007

Goslar/Lehrte/Celle (epd). Drei Pflegeeinrichtungen und drei ehrenamtlich tätige Personen sind am Sonnabend in Goslar mit dem ersten "Niedersächsischen Hospizpreis" ausgezeichnet worden. Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) überreichte die Preise bei einer Benefizveranstaltung in der Kaiserpfalz. Der vom Land und der Hospiz Stiftung Niedersachsen ausgeschriebene Preis ist bundesweit einzigartig.

"Der Tod ist in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema, weil das Ende unseres Lebens unter Umständen von Krankheit und Schmerzen begleitet sein kann", sagte Ross-Luttmann. Die von ehrenamtlicher Arbeit geprägte Hospizbewegung und die Fortschritte in der schmerzlindernden Palliativmedizin für schwerstkranke Menschen ermöglichten es aber, immer mehr Betroffenen eine würdige Sterbebegleitung anzubieten. Der Hospizpreis solle einen Anstoß dazu geben, dass sich noch mehr Menschen den Hospizgedanken zu eigen machten.

Bei den Pflegeeinrichtungen gewann das Alten- und Pflegeheim St. Anna in Twist (Kreis Emsland) den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis.
Die von katholischen Ordensschwestern getragene Einrichtung habe Standards zur palliativen Pflege und ein Konzept zur Begleitung Sterbender erarbeitet, erklärte die Preisjury. Auch die Gründung einer hausinternen Hospizgruppe sei gefördert worden.

Den mit 2.000 Euro dotierten zweiten Preis vergab die Jury an den Palliativ-Bereich im Seniorencentrum St. Martinshof in Hannover. Der dritte Preis und ein Preisgeld von 1.500 Euro gingen an das Evangelische Alters- und Pflegeheim Rosemarie-Nieschlag-Haus in Lehrte. Alle drei Einrichtungen hätten sich in außergewöhnlichem Maße für die Weiterentwicklung der hospizlich-palliativen Versorgung eingesetzt, hieß es. Als Ehrenamtliche erhielten Erika Möller (Hospizverein Celle), Helga Bremer (Hospizverein Lüneburg) und Willibald Siegel (Hospizverein Lemförde) die mit jeweils 500 Euro und einem Sachpreis verbundenen Auszeichnungen.

Nach Angaben des Vorsitzenden der Hospiz Stiftung Niedersachsen, Ulrich Domdey (Hildesheim), engagieren sich allein in Niedersachsen mehr als 8.000 Frauen und Männer ehrenamtlich in mehr als 120 Hospizinitiativen und -vereinen sowie in 14 stationären Hospizen.
Etwa 2.500 Ehrenamtliche begleiteten Sterbende und deren Angehörige in der häuslichen Umgebung.

Internet: Hospz-Stiftung Niedersachsen

(epd Niedersachsen-Bremen/b3011/13.10.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen