Auf einen Blick (28.9.)

Nachricht 28. September 2007

Kloster Lüne in Lüneburg hat neue Äbtissin gewählt

Lüneburg/Celle (epd). Freifrau Reinhild von der Goltz wird neue Äbtissin des Klosters Lüne in Lüneburg. Der Konvent des evangelischen Damenstifts wählte die 59-Jährige aus Wohlendorf bei Celle aus zuletzt zwei Kandidatinnen in das Amt. Sie werde noch in diesem Jahr die Geschäftsführung des Klosters übernehmen und voraussichtlich im kommenden Jahr offiziell eingeführt, sagte von der Goltz am Freitag dem epd.

Kloster Lüne wurde 1172 von Benediktinerinnen gegründet. Es gehört zu den sechs ehemals katholischen Nonnenklöstern in der Lüneburger Heide, die heute evangelische Damenstifte beherbergen. In den Klöstern leben Konvente aus alleinstehenden, verwitweten und geschiedenen Frauen. Zu ihren Aufgaben gehört es, die kulturhistorische und religiöse Geschichte des Hauses Besuchern nahe zu bringen. Im Kloster Lüne wohnen derzeit vier Konventsdamen und die Altäbtissin des Klosters.

Die neue Äbtissin sagte, sie wolle im Einklang mit dem Konvent Visionen für die Zukunft entwickeln und diese mit den Schätzen und Traditionen des Klosters in Einklang bringen. Von der Goltz kennt das Klosterleben durch langjährige Mitarbeit bei Führungen im Kloster Wienhausen bei Celle und durch familiäre Verbindungen nach Wienhausen und zum Kloster Huysburg bei Halberstadt.

Von der Goltz wurde in Kellinghusen bei Itzehoe geboren und wuchs in Schleswig-Holstein auf. Die verwitwete Mutter von vier erwachsenen Kindern arbeitete unter anderem in der landwirtschaftlichen Unternehmensberatung. Sie tritt die Nachfolge von Barbara Taglang an, die Ende vergangenen Jahres aus ihrem Amt ausgeschieden ist.

www.kloster-luene.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b2843/28.09.07)
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EKD-Ratsvorsitzender erhält Bundesverdienstorden

B e r l i n (idea) – Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit wird Bundespräsident Horst Köhler den 65-jährigen Kirchenleiter am 4. Oktober in Berlin auszeichnen. Insgesamt werden 50 Personen für ihre Verdienste um das Gemeinwohl geehrt. Wie es in einer Mitteilung des Bundespräsidialamts heißt, zähle Huber zu den führenden Theologen Deutschlands. Gut begründet und unmissverständlich beziehe er in gesellschaftspolitischen Debatten Stellung und verleihe so der evangelischen Kirche Gesicht und Profil. Huber streite dafür, „dass das Miteinander Aller von tiefer Menschlichkeit und Nächstenliebe bestimmt wird“. Aus den Kirchen wird ferner der Hauptgeschäftsführer des katholischen Hilfswerks Misereor, Josef Sayer (Aachen), geehrt, insbesondere für seinen Einsatz für die Ärmsten der Armen und seine Beiträge zur Entwicklungspolitik.

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Geistliches Rüstzentrum Krelingen verliert Leiter –
Pastor Kai-Uwe Schroeter wird Pfarrer in Osnabrücker Kirchengemeinde

Walsrode, 28. September (idea) ¬ Das größte pietistische Zentrum Norddeutschlands verliert seinen Leiter. Pastor Kai-Uwe Schroeter, Werksleiter und Vorstandsvorsitzender des Geistlichen Rüstzentrums Krelingen bei Walsrode, ist von der Osnabrücker Paulus-Kirchengemeinde als Pfarrer berufen worden. Der 41-jährige Theologe, der das Rüstzentrum seit annähernd vier Jahren leitet, wird in der Paulus-Gemeinde neben Pastor Burghard Affeld (62) tätig sein, der nach schwerer Krankheit seinen Dienst zur Zeit nur zeitlich eingeschränkt wahrnehmen kann. Ein Nachfolger für Schröter beim Geistlichen Rüstzentrum steht noch nicht fest. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Pastor Torsten Morstein (Bremen), dankte Schroeter auch im Namen der Mitarbeiterschaft und Freunde des Werks für seinen unermüdlichen Dienst. Er habe zur Verjüngung wesentlich beigetragen. Morstein weiter: “Seine erweckliche Art der Verkündigung hat auch dem Glauben Fernstehende erreicht.³ Schroeter ist nach dem Gründer Heinrich Kemner (1903-1993) und Wilfried Reuter (Amtszeit 1994-2004) der dritte Leiter des seit 1969 bestehenden Zentrums. Das Werk am Rand der Lüneburger Heide mit einem Bauernhof umfasst ein Studienzentrum zum Sprachstudium angehender Theologiestudenten, ein Freizeit- und Tagungszentrum, Seniorenwohnungen sowie eine berufliche Rehabilitation und Sucht-Nachsorge für Menschen mit psychischen Problemen. Das Rüstzentrum hat etwa 100 Mitarbeiter.

Offenheit gegenüber Kirche und Gesellschaft
Schroeter, der als früherer Vikar bei Kemner dem Zentrum seit Jahren eng verbunden ist, erläuterte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea seine Beweggründe für den Wechsel. Er sehe als Pfarrer seinen Lebensdienst in der Landeskirche. Er sei fest überzeugt, dass die Volkskirche eine Zukunft habe und dass sie angesichts der Verweltlichung der Gesellschaft alle Unterstützung brauche. Er stehe als Pietist manchen geistlichen Entwicklungen in den Landeskirchen nicht unkritisch gegenüber, wolle sich aber dennoch loyal verhalten. Er habe das Geistliche Rüstzentrum innerhalb der Kirche und der Gesellschaft positionieren wollen. Er sei gegen eine Abschottung; vielmehr müsse der Pietismus als eine zugleich konservative und moderne christliche Strömung Offenheit zeigen. Dies habe sich zum Beispiel in seiner Amtszeit in mehrfachen Besuchen des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) und der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann im Rüstzentrum niedergeschlagen. Schroeter ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

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Immer mehr Ältere engagieren sich ehrenamtlich

B e r l i n (idea) – Der Anteil der über 50-Jährigen, die ehrenamtlich aktiv sind, ist seit 1985 stark gestiegen. Während damals jeder Fünfte von ihnen im Westen der Bundesrepublik unbezahlte Arbeit leistete, waren es 2005 mehr als 30 Prozent. Auch im Osten Deutschland hat nach 1990 die das ehrenamtliche Engagement dieser Altersgruppe deutlich zugenommen. Das geht aus einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (Berlin) hervor. Danach nimmt das soziale Engagement im Lebensverlauf zu und erreicht im Alter von 35 bis 55 Jahren seinen Höhepunkt, um dann wieder zurückzugehen. Generell neigten Senioren mit höheren Bildungsabschlüssen eher dazu, neue ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen. Ferner sei die Beteiligung hoch qualifizierter Älterer an unbezahlter Hilfe dauerhafter als die von weniger gut ausgebildeten Senioren. Nach der Analyse des Instituts engagieren sich vor allem solche Personen unentgeltlich im Ruhestand, die dies bereits vorher taten. Deshalb sei es sinnvoll, bereits junge Erwachsene für soziales Engagement zu gewinnen. So ließen sich die Chancen erheblich verbessern, dass sie solche Aktivitäten auch im höheren Lebensalter fortführen bzw. wieder aufnehmen. Der Einsatz für andere könne das Wohlbefinden erhöhen und gleichzeitig wertvolle Leistungen für die Gesamtgesellschaft bereitstellen. Deshalb sei es kurzsichtig und einseitig, die gesellschaftliche Alterung als zunehmende „Alterslast“ wahrzunehmen.

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