Auf einen Blick (26.9.)

Nachricht 26. September 2007


10 Jahre Kino im Kopf – Erzählkunst in der Markuskirche

Zum 10. Mal gibt es das Festival der Erzählkunst in der Markuskirche, List. Unter dem Motto „Orient und Okzident“ präsentieren hochwertige Bühnenkünstler vom 2. bis 7. Oktober leise und laute Töne, frei erfundene Geschichten und überlieferte Märchen, ausladende Gestik oder stille Bewegungen. Eines ist allen Künstlern gemeinsam: ohne Buch, Verkleidung oder Bühnenbild, allein durch das gesprochene Wort, werden die Geschichten lebendig. Erzähltheater mit Heinrich Heine, Jüdische Erzähltradition mit Klezmermusik, ein orientalisches Märchenmenü und die kultige Erzählnacht zeigen Erzählkunst in allen Facetten. Infos und Reservierungen: 0511/66 59 38 oder www.erzaehlfest.de/Hannover/
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Kirchen und Verbände für Großzügigkeit beim Bleiberecht

Hannover/Osnabrück (epd). Die niedersächsischen Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände fordern mehr Menschlichkeit und Großzügigkeit bei der Umsetzung des Bleiberechts für Flüchtlinge. Vor dem "Tag des Flüchtlings" an diesem Freitag kritisierten die fünf evangelischen Kirchen, die katholische Kirche, die Diakonie und die Caritas die Auslegung der bis Ende September geltenden Regelungen in Niedersachsen als zu eng gefasst. Von mehr als 20.700 geduldeten Flüchtlingen hätten bis Ende Juni weniger als 1.600 ein Bleiberecht erhalten, teilten sie am Mittwoch in einer ersten Bilanz mit.

Ein Großteil der Flüchtlinge lebe weiter ohne Perspektiven und in ständiger Angst vor Abschiebung, heißt es. Das gelte auch für Menschen, die bereits seit zehn Jahren in Niedersachsen seien und für Kinder, die nur sehr wenig Bezug zum Heimatland ihrer Eltern hätten. Die Änderungen, die vom 1. Oktober an durch das bundesweite Zuwanderungsgesetz gelten, bewerteten Kirchen und Verbände als "grundsätzlich positiv". Allerdings müsse das Land bei der Umsetzung humanitär und großzügig vorgehen.

Konkret fordern Kirchen und Wohlfahrtsverbände, dass für die Arbeitssuche die Residenzpflicht der Flüchtlinge aufgehoben wird. Auch für Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst sichern könnten, müsse es eine Perspektive für einen dauerhaften Aufenthalt geben: "Insbesondere dürfen kranke, alte, behinderte oder unbegleitete minderjährige Menschen nicht vom Bleiberecht ausgeschlossen werden." Auch dürfe nicht eine ganze Familie vom Bleiberecht ausgeschlossen werden, wenn ein Mitglied straffällig geworden sei.

Vertreter der Bundesregierung hatten sich im März auf die Grundzüge einer Bleiberechtsregelung für die rund 180.000 geduldeten Flüchtlinge verständigt. Danach können Ausländer, die seit mindestens sechs Jahren in Deutschland leben, ein dauerhaftes Bleiberecht bekommen. Voraussetzung ist, dass sie bis zum September 2009 einen Arbeitsplatz finden. Die Bundesländer haben zu diesen Vorgaben eigene Erlasse verfügt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2815/26.09.07)
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Ausstellung zeigt "Religionen im Dialog"

Hannover (epd). Eine neue Ausstellung im "Haus der Religionen" der Athanasiuskirche in Hannover informiert über die verschiedenen Weltreligionen. Der hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil und der evangelische Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann haben die auf drei Jahre angelegte Ausstellung am Dienstagabend eröffnet. Juden, Christen, Muslime, Bahai, Buddhisten und Hindus präsentierten darin unter dem Motto "Religionen im Dialog" ihren Glauben, sagte Projektleiter Pastor David Geiß.

Viele der Exponate vom christlichen Abendmahlskelch über den jüdischen Sabbatleuchter bis zur buddhistischen Klangschale seien von Religionsgemeinschaften in Hannover gestiftet worden, sagte Geiß. Die Ausstellung lade zum Anfassen, Hören, Sehen und Mitmachen ein und wende sich unter anderem an Schulklassen. Das Projekt werde vom Stadtkirchenverband Hannover und mehreren Kirchengemeinden unterstützt. Geöffnet ist täglich außer sonnabends von 9 bis 12 Uhr sowie auf Anmeldung unter Telefon 0511/882511.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2813/25.09.07)
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Chorfest: Ein Cent pro Note für ambulanten Hospizdienst

Osterholz-Scharmbeck (epd). Mit einer ungewöhnlichen Spendenaktion wollen Chöre und Sponsoren den ambulanten Hospizdienst im Landkreis Osterholz bei Bremen unterstützen: Bei einem Chorfest am Sonntag auf Gut Sandbeck wird jede gesungene Note mit einem Cent vergütet. "Die Gäste werden etwa 40.000 Noten zu hören bekommen", zählte Mitorganisatorin Christa Piater am Montag vor. An der Aktion beteiligten sich 17 Chöre und 15 Sponsoren, sagte der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in der Region, Norbert Mathy.

Das Fest unter dem Motto "Singen tut gut" beginnt um 12 Uhr. Jeder Chor trete 10 bis 20 Minuten auf, hieß es. Das Repertoire reiche von Gospels über Shantys bis zu Opernmelodien. Zum Finale gegen 18 Uhr wollen alle Chöre gemeinsam mit dem Publikum das klassische Abendlied von Matthias Claudius (1740-1815) "Der Mond ist aufgegangen" anstimmen.

Mathy rechnet damit, dass am Ende von jedem Sponsor 400 Euro für die Hospizarbeit fließen. Der ambulante Dienst hat vor drei Jahren mit Hilfe der örtlichen Diakonie-Stiftung seine Arbeit aufgenommen. Allein in diesem Jahr sind etwa 30 sterbenskranke Menschen mit ihren Angehörigen begleitet worden. Die Stiftung, die den Hospizdienst unterstützt, verfügt nach Informationen von Mathy derzeit über einen Kapitalstock von rund 100.000 Euro.

Internet: www.hospizdienst-osterholz.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b2789/24.09.07)
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Dietrich Buxtehude und seine Zeit
Nachtkonzert bei Kerzenschein mit Stiftskantorin Claudia Wortmann

Am Freitag, den 5. Oktober 2007 findet um 21.00 Uhr in der Stiftskirche zu Wunstorf in dieser Saison das letzte Konzert in der Reihe „Nachtkonzert bei Kerzenschein“ statt. Anlässlich der Wiederkehr des 300. Todesjahres des berühmten Lübecker Marienorganisten Dietrich Buxtehudes erklingen auch in diesem Konzert Kompositionen dieses Meisters und Meisters aus seiner Zeit. Stiftskantorin Claudia Wortmann spielt an der historischen Eduard-Meyer-Orgel neben Werken von Buxtehude Kompositionen von dem Lüneburger Organisten Georg Böhm (1661-1733), sowie dem in Husum wirkenden Schüler Buxtehudes Nicolaus Bruhns (1665-1697) und Buxtehudes Freund und Kollegen, dem Hamburger Johann Adam Reincken (1623-1722). Im Mittelpunkt steht die Choralbearbeitung Buxtehudes über das Lied „Mit Fried’ und Freud ich fahr dahin“, das Buxtehude in tiefer Trauer um den Tod seines Vaters geschrieben hat und die Choralfantasie „An Wasserflüssen Babylon“ von Reincken. In dieser selten zu hörenden längsten Choralfantasie des Norddeutschen Barock wird jede einzelnen Choralzeile mit neuen Motiven und Klängen dem Text ausgedeutet und affektvoll gestaltet, wobei hierbei besonders die klangliche Vielfalt der Meyer-Orgel zur Geltung kommt. Die Reihe „Nachtkonzert bei Kerzenschein“ wird im kommenden Jahr ab April jeweils am ersten Freitag im Monat in der Stiftskirche fortgesetzt. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei!