Landesbischöfin Käßmann lobt Arbeit der Seemannsmission

Nachricht 25. September 2007

Bremen/Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat die Arbeit der Deutschen Seemannsmission gelobt. Das Werk mit Stationen in weltweit 35 Hafenstädten trete im Zeitalter der Globalisierung für den Wert und die Würde des Menschen ein, sagte sie am Dienstagabend bei einem Benefizessen zugunsten der Seemannsmission in Bremen. Die Arbeitskraft werde oft wie eine Ware angesehen: "Hier muss das christliche Menschenbild widersprechen."

Der von Gott geschaffene Mensch sei nie nur eine Arbeitskraft, sagte die evangelische Bischöfin. Sie halte aber nichts davon, die Globalisierung pauschal zu verteufeln. In der globalisierten Welt verbreite sich das Wissen, dass jeder Mensch Gottes Ebenbild sei und deshalb in seiner Würde geschützt werden müsse: "Die Globalisierung ermutigt Mönche in Myanmar und nennt gefolterte Dissidenten in China mit Namen." Teuflisch seien hingegen Ausbeutung, Entfremdung und der Profit von Waffenexporteuren, die dem Wohl der Menschen entgegen stünden.

Zur Deutschen Seemannsmission mit Hauptsitz in Bremen gehört ein weltumspannendes Netz mit Stationen, in denen mehr als 700 Haupt- und Ehrenamtliche für Menschen an Bord und in den Häfen arbeiten. Sie organisieren Freizeitangebote und helfen in Notsituationen mit Sozialarbeit und Seelsorge.

Internet: www.seemannsmission.org

(epd Niedersachsen-Bremen/b2806/25.09.07)
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