Wie im wirklichen Leben: Online-Kirche hat 50 Besucher

Nachricht 24. September 2007

Lutherische Diözese Kopenhagen startet Gemeinde in „Second Life“

Kopenhagen (idea). In der künstlichen Internet-Welt Second Life (Zweites Leben) hat die Kopenhagener Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche Dänemarks eine Filiale eröffnet. Die Online-Kirche befindet sich auf einer fiktiven Insel namens Danmark. Wie alle Bewohner der Internetwelt ist auch der Pfarrer ein so genannter Avatar, der von den Nutzern kreiert wird. Der lutherische Geistliche, genannt Pellegrina, ist auch im wirklichen Leben Pfarrer. Zu seinem ersten Online-Gottesdienst am 2. September fanden sich 15 Avatare ein. Gegenwärtig hat seine Kirche etwa 50 Besucher pro Woche, wie die ökumenische Nachrichtenagentur ENI berichtet. Second Life wurde 2003 vom US-amerikanischen Computerunternehmen Linden Lab (San Francisco / Bundesstaat Kalifornien) erschaffen. Gegenwärtig wird es von etwa neun Millionen virtuellen Bewohnern bevölkert. In der künstlichen Welt sind auch Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Entwicklungsorganisationen vertreten. Ferner gibt es Kirchen, Moscheen, Tempel, Synagogen und andere religiöse Stätten. Von den 5,4 Millionen (realen) Einwohnern Dänemarks gehören 4,5 Millionen der Evangelisch-Lutherischen Kirche an.

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