Gustav-Adolf-Werk feiert Jubiläum in Osnabrück

Nachricht 23. September 2007

Osnabrück (epd). Der Präsident des Gustav-Adolf-Werks, Wilhelm
Hüffmeier, hat dazu aufgerufen, evangelische Minderheiten im Ausland
zu unterstützen. Dazu gehöre auch, in den jeweiligen Ländern für
Gerechtigkeit einzutreten, sagte Hüffmeier am Sonntag in der
Osnabrücker Marienkirche. Mit insgesamt 15 Gottesdiensten feierten
der evangelisch-lutherische Kirchenkreis und die evangelisch-reformierte
Kirchengemeinde Osnabrück am Wochenende das
175-jährige Bestehen des in Leipzig ansässigen Hilfswerks.

Das Werk hatte im Januar zu insgesamt 175 Gottesdiensten in
verschiedenen Städten während des Jubiläumsjahres aufgerufen. Der
Verein unterstützt seit 1832 evangelische Minderheiten-Kirchen in
Europa, Lateinamerika und Asien. In mehr als 40 Partnerkirchen in 35
Ländern fördert das Hilfswerk nach eigenen Angaben jedes Jahr rund
150 Projekte. Die zweitägigen Feiern in Osnabrück standen unter dem
Leitwort "Evangelisch in Italien".

Der Ökumene-Experte aus dem hannoverschen Landeskirchenamt,
Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer, sagte in der St.
Katharinenkirche, das Leben in den evangelischen Minderheitenkirchen
in Italien, Estland oder Lateinamerika sei kaum bekannt. "Konkrete
Vorstellungen über die besonderen Herausforderungen in diesen Ländern
haben viele von uns sicher nicht."

Vieles, was in Deutschland selbstverständlich sei wie eine geordnete
Verwaltung, eine geregelte Krankenversicherung oder eine Kooperation
zwischen Kirche und Staat gebe es in den Minderheitenkirchen nicht.
Deshalb sei es so wichtig, sie zu unterstützen, sagte Kiefer. Auf der
anderen Seite seien Menschen in schwierigen Situationen auch
erfinderisch und kämen auf geistreiche Ideen: "Darum glaube ich, dass
auch wir von manchen Erfahrungen dort profitieren können."

Das Gustav-Adolf-Werk hat von 1994 bis 2005 rund 38 Millionen Euro
für evangelische Minderheiten eingesetzt. Damit werden Kirchen gebaut
oder renoviert und Kinderheime, Schulen, Suppenküchen oder Altenheime
gefördert. Schüler aus armen Familien und Theologiestudenten erhalten
Stipendien. Benannt ist das Werk nach dem schwedischen König Gustav
II. Adolf (1594-1632), der im Dreißigjährigen Krieg die deutschen
Protestanten unterstützte. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD) besteht aus 24 Hauptgruppen und der Frauenarbeit.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2776/23.09.07)
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Gustav-Adolf-Werk feiert Jubiläum in Osnabrück

Osnabrück (epd). Der Präsident des Gustav-Adolf-Werks, Wilhelm
Hüffmeier, hat dazu aufgerufen, evangelische Minderheiten im Ausland
zu unterstützen. Dazu gehöre auch, in den jeweiligen Ländern für
Gerechtigkeit einzutreten, sagte Hüffmeier am Sonntag in der
Osnabrücker Marienkirche. Mit insgesamt 15 Gottesdiensten feierten
der evangelisch-lutherische Kirchenkreis und die
evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Osnabrück am Wochenende das
175-jährige Bestehen des in Leipzig ansässigen Hilfswerks.

Das Werk hatte im Januar zu insgesamt 175 Gottesdiensten in
verschiedenen Städten während des Jubiläumsjahres aufgerufen. Der
Verein unterstützt seit 1832 evangelische Minderheiten-Kirchen in
Europa, Lateinamerika und Asien. In mehr als 40 Partnerkirchen in 35
Ländern fördert das Hilfswerk nach eigenen Angaben jedes Jahr rund
150 Projekte. Die zweitägigen Feiern in Osnabrück standen unter dem
Leitwort "Evangelisch in Italien".

Der Ökumene-Experte aus dem hannoverschen Landeskirchenamt,
Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer, sagte in der St.
Katharinenkirche, das Leben in den evangelischen Minderheitenkirchen
in Italien, Estland oder Lateinamerika sei kaum bekannt. "Konkrete
Vorstellungen über die besonderen Herausforderungen in diesen Ländern
haben viele von uns sicher nicht."

Vieles, was in Deutschland selbstverständlich sei wie eine geordnete
Verwaltung, eine geregelte Krankenversicherung oder eine Kooperation
zwischen Kirche und Staat gebe es in den Minderheitenkirchen nicht.
Deshalb sei es so wichtig, sie zu unterstützen, sagte Kiefer. Auf der
anderen Seite seien Menschen in schwierigen Situationen auch
erfinderisch und kämen auf geistreiche Ideen: "Darum glaube ich, dass
auch wir von manchen Erfahrungen dort profitieren können."

Das Gustav-Adolf-Werk hat von 1994 bis 2005 rund 38 Millionen Euro
für evangelische Minderheiten eingesetzt. Damit werden Kirchen gebaut
oder renoviert und Kinderheime, Schulen, Suppenküchen oder Altenheime
gefördert. Schüler aus armen Familien und Theologiestudenten erhalten
Stipendien. Benannt ist das Werk nach dem schwedischen König Gustav
II. Adolf (1594-1632), der im Dreißigjährigen Krieg die deutschen
Protestanten unterstützte. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD) besteht aus 24 Hauptgruppen und der Frauenarbeit.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2776/23.09.07)
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