Landesbischöfin vertritt Fairtrade-Produkt bei WISO

Nachricht 21. September 2007

Am Montag, 24. September 2007, tritt Margot Käßmann innerhalb des ZDF-Magazins WISO auf, das um 19.25 Uhr beginnt. Sie steht Pate für einen fair gehandelten Basmati-Reis. In dem Sendebeitrag, der Ende August in Hannover aufgezeichnet wurde, werden verschiedene Marken von Basmati-Reis durch einen Geschmackstest miteinander verglichen. Basmati-Reis ist ein aromatischer Langkornreis und kommt ausschließlich aus Nordindien und Pakistan. "Basmati" bedeutet Duft.

2006 kauften Verbraucherinnen und Verbraucher Fairtrade-Produkte im Wert von 110 Millionen Euro, das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei sind Kaffee, Bananen und Süßwaren die umsatzstärksten Produkte. Jeder zweite Verbraucher will wissen, unter welchen ökologischen und sozialen Bedingungen "seine" Produkte hergestellt werden. Damit die Bedingungen in den Erzeugerländern stimmen und die Produzenten davon profitieren, müssen ihnen faire Preise gezahlt werden und möglichst viele dieser Produkte in Deutschland vertrieben und verkauft werden.

Für den fairen Reishandel gelten Mindestpreise, die von der Fairtrade Labelling Organization (FLO) und ihren nationalen Mitgliedsorganisationen in Abstimmung mit den Produzenten festgesetzt werden. Sie sind unabhängig von den Preisschwankungen auf den Märkten zu bezahlen. Für indischen Basmati-Reis gilt ein Mindestpreis von 243 Euro pro Tonne Reis plus 20 Euro Aufschlag für Bio-Anbau. Der Mindestpreis deckt alle Produktionskosten ab, die unter menschenwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen durchschnittlich entstehen. Liegt der aktuelle Marktpreis höher als der Mindestpreis, muss der Marktpreis bezahlt werden.

Zusätzlich erhalten die Kleinbauerngenossenschaften in jedem Fall pro Tonne Reis eine Fairtrade-Prämie von 30 Euro für Investitionen in die Infrastruktur, in Bildung, Gesundheit und ökologische Verbesserungen. Die Händler sind zudem verpflichtet, langfristige Verträge mit den Bauern abzuschließen, so dass die Genossenschaften für die Zukunft planen können und eine nachhaltige Entwicklung möglich wird. Denn die Organisationen verpflichten sich, arbeitsrechtliche und ökologische Mindeststandards umzusetzen, dazu zählen unter anderem:
Das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, Maßnahmen zum Gewässer- und Erosionsschutz sowie schrittweise Reduktion im Gebrauch von Pestiziden

1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. TransFair arbeitet bereits mit vielen Partnern im Lebensmittel-Einzelhandel, der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sowie jenen Herstellern / Importeuren, die fair gehandelte Produkte liefern, zusammen. Zudem stammen über 65 Prozent aller Produkte mit Fairtrade-Siegel aus kontrolliert biologischem Anbau.

Sandra Schmalz

Mehr Informationen über Arbeit und Ziele von TransFair finden Sie hier.