Missionsdirektorin würdigt Einsatz von Frauen in Krisen

Nachricht 07. September 2007

Hannover/Hermannsburg (epd). Die niedersächsische Missionsdirektorin Martina Helmer-Pham Xuan hat den besonderen Einsatz von Frauen in Krisenregionen hervorgehoben. In den meisten Kulturen seien es nach wie vor die Frauen, die weniger Chancen hätten und von der Selbstbestimmung und Mitgestaltung ausgeschlossen seien, sagte Helmer-Pham Xuan laut Manuskript am Sonnabend bei einem "Tag für Frauen" in Hannover. Zugleich seien es Frauen, die für andere einträten, tapfer durchhielten und solidarisch seien.

"Es sind so unendlich oft die Frauen, die unter entsetzlicher Gewalt leiden", sagte die Direktorin des international tätigen Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Hermannsburg. In Ruanda habe es zum Beispiel nur in wenigen Flüchtlingscamps Frauen gegeben, weil viele von ihnen auf ihrer Flucht durch einen Fluss ertrunken seien.
Ihnen werde in der Regel nicht beigebracht, wie man schwimmt.

Helmer Xuan berichtete von kroatischen Frauen, die von serbischen Soldaten vergewaltigt wurden. Später hätten sie serbische Frauen vor der Gewalt ihrer eigenen Truppen geschützt.

Der "Tag für Frauen", zu dem das Frauenwerk der hannoverschen Landeskirche eingeladen hatte, beschäftigte sich mit Frauenschicksalen und Projekten aus verschiedenen Kontinenten. An einem Gottesdienst wirkten Pastorinnen der "Mekane Yesus Kirche" in Äthiopien sowie der evangelisch-lutherischen Tamilkirche in Indien mit. In dieser indischen Partnerkirche der niedersächsischen Mission sind nach Angaben des Missionswerks im vergangenen Jahr die ersten Pastorinnen in ihr Amt ordiniert worden.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2585/07.09.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen