Kirche wirbt für familienfreundliche Region

Nachricht 27. August 2007

Stade (epd). Die evangelische Kirche will im Herbst mit einer Veranstaltungsreihe für eine familienfreundliche Region im Elbe-Weser-Raum werben. Mit der Erziehung der Kinder leisten Familien nach den Worten des Stader Landessuperintendenten Manfred Horch Unverzichtbares, müssten aber Nachteile in Kauf nehmen. "Die Arbeitswelt muss familiengerechter gestaltet werden, damit den Eltern Zeit und Raum für die Kinder bleiben", forderte der leitende Theologe am Freitag.

Betriebe und Verwaltungen müssten flexible Modelle entwickeln, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, sagte Horch im Vorfeld der Reihe unter dem Titel "Vorfahrt Familie". Sie wird gemeinsam von Kirche und Landkreis Stade im September und im Oktober organisiert. Dabei geht es nach Auskunft von Mitinitiatorin Sonja Domröse auch um Themen wie die religiöse Erziehung von Kindern und die Einrichtung von Krippenplätzen für unter Dreijährige.

Ziel der Reihe sei es, die Familienfreundlichkeit in den Städten und Gemeinden zu verbessern und damit die Familien zu entlasten, hieß es. Um das zu erreichen, brauche es mehr als steuerliche oder soziale Familiengerechtigkeit, sagte Horch. Nötig seien auch "Zuversicht und eine generelle Freundlichkeit gegenüber Kindern und denen, die sie erziehen".

Auf dem Programm stehen Vorträge und Expertenrunden sowie ein "Familientag" im Stader Museum Schwedenspeicher. Höhepunkt ist der "Michaelis-Empfang" am 26. September um 18 Uhr in der St. Wilhadi-Kirche in Stade mit einem familienpolitischen Vortrag der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann. Am 12. September ab 19.30 Uhr spricht Horch in Stade zum Thema "Kindersegen: Für eine Zukunft mit Kindern". Der Berliner Politologe Peter Döge will am 9. Oktober "Ansätze für mehr Väterfreundlichkeit" am Arbeitsplatz erläutern.

Internet: www.sprengel-stade.de, www.gleichstellungsbeauftragte-landkreis-stade.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b2430/24.08.07)
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