Weltkulturerbe-Kirche nach Sanierung wieder geöffnet

Nachricht 26. August 2007

Hildesheim (epd). Nach zweijähriger Renovierungszeit ist seit Sonntag die zum Weltkulturerbe zählende St. Michaeliskirche in Hildesheim wieder geöffnet. Historische Kirchen seien einzigartige Zeugen einer ganzen Bau- und Glaubensepoche, sagte der Hildesheimer evangelische Landessuperintendent Eckhard Gorka bei einem Festgottesdienst: "Sie sind Zeugnisse des Glaubens, der Hoffnung und der Sehnsucht derer, die vor uns getauft wurden und geglaubt haben." Deshalb sei es wichtig, sie zu erhalten.

Die Kirche soll bis zu ihrem 1.000-jährigen Gründungsjubiläum 2010 für insgesamt 4,5 Millionen Euro umfassend restauriert werden. Mit der Wiedereröffnung am Sonntag endete der erste Sanierungsabschnitt. Unter anderem wurden Fußboden, Heizung und Stühle erneuert und ein Kellerraum gebaut. Als nächstes sollen die Farbfassung, die Beleuchtung und die Beschallungsanlage erneuert werden. Auch die Decken in den Seitenschiffen und die oberen Fenster werden saniert.

"Die Kirche wird dabei zwar nicht mehr ganz geschlossen, aber wir werden teilweise in einem Provisorium leben müssen", sagte der Kirchenvorstands-Vorsitzende Jens Kotlenga. In weiteren Bauabschnitten soll auch die Außenfassade des Gebäudes erneuert werden. Freunde und Förderer der Kirche beteiligen sich mit Spenden an den Kosten der Restaurierung, unter anderem durch den symbolischen Kauf von Fußbodenplatten und Stühlen.

"Zur Pflege und zum Erhalt unserer Kirchen brauchen wir auch öffentliche Mittel", sagte Landessuperintendent Gorka: "Unsere Gesellschaft wird sich dieser Aufgabe umso leichter öffnen, als es uns gelingt, über uns hinaus und auf Christus zu weisen." Die im Stil einer mittelalterlichen Burg errichtete Michaeliskirche mit sechs Türmen wurde 1010 von Bischof Bernward von Hildesheim gegründet.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2446/26.08.07)
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