Evangelische Fachhochschule wird Fakultät der Fachhochschule Hannover (aktualisiert)

Nachricht 24. August 2007

Die Evangelische Fachhochschule Hannover (EFH) wird mit Beginn des Wintersemesters 2007/2008 als neue Fakultät V für Diakonie, Gesundheit und Soziales in die Fachhochschule Hannover (FHH) integriert.

Diese für beide Hochschulen wichtige Veränderung wird die Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Dr. Margot Käßmann, und der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, mit dem Präsidenten der FHH, Prof. Dr. Werner Andres, dem Präsidenten der EFH, Prof. Dr. Gregor Terbuyken und einem Vertreter der Studierenden gestalten. Die Veranstaltung findet am Freitag, 31. August 2007, in der EFH statt.

„Ich bin froh, dass die Verhandlungen zwischen der Landeskirche, dem Land Niedersachsen und der Fachhochschule Hannover zu einem Modell geführt haben, das die etablierten Studiengänge erhält und die gemeinsame Verantwortung von Kirche und Staat hervorhebt. An der Umsetzung dieses Zielkonzepts beteiligt die Landeskirche sich mit jährlich 1,5 Millionen Euro, außerdem stellt sie die Räumlichkeiten und die Ausstattung zur Verfügung. So können Menschen für diakonische Berufsfelder ausgebildet werden, die unsere Gesellschaft wie unsere Kirche dringend benötigen. Ich bin überzeugt, die so Ausgebildeten werden in beiden Bereichen segensreich wirken“, so Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann im Vorfeld.

„Durch die in freundschaftlicher Weise geführten Verhandlungen ist ein Vertrag erarbeitet worden, der für das künftige Wirken der neuen Fakultät eine sichere und verlässliche Grundlage schafft. Das Land bringt dazu jährlich die bisher an die EFH geleistete Finanzhilfe von 3,184 Millionen Euro ein. Jetzt gilt es die Vereinbarungen mit Leben zu füllen und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Ich bin zuversichtlich, dass den Beteiligten dies auch gut gelingen wird“, erklärt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann. „Dabei kann für die Mitglieder der neuen Fakultät – aber in gleicher Weise auch für jene der bestehenden Fakultäten - das Miteinander mit neuen, ganz anderen Fachdisziplinen interessante innovative Impulse hervorbringen“, so der Wissenschaftsminister weiter.

Die neue Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales an der FHH wird am bisherigen Standort der EFH in Hannover-Kleefeld eingerichtet. Sie wird sechs Studiengänge anbieten. Den Bachelor-Grad können Studierende der Evangelischen Religionspädagogik, Pflege, Heilpädagogik und Sozialwesen erlangen. Master-Studiengänge sind Management für Gesundheitsberufe und Social Work. Außerdem soll auch die Kooperation mit dem Winnicott-Institut beim Diplom-Studiengang „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ weitergeführt werden.

Hannover, 24. August 2007

Pressestelle der Landeskirche
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Evangelische Fachhochschule wird staatliche Fakultät

Hannover (epd). Die Evangelische Fachhochschule Hannover wird zum kommenden Wintersemester der staatlichen Fachhochschule Hannover angegliedert. An ihrem bisherigen Standort im Stadtteil Kleefeld wird sie als Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales mit vier Bachelor- und zwei Master-Studiengängen fortgeführt, teilten die hannoversche Landeskirche und das niedersächsische Wissenschaftsministerium am Freitag in Hannover mit. Die Eingliederung soll am 31. August in der Aula der neuen Fakultät gefeiert werden.

An der Evangelischen Fachhochschule werden derzeit rund 1.400 Studierende für religionspädagogische, pflegerische und soziale Berufe ausgebildet. Sie werden ihre Ausbildung an der neuen Fakultät abschließen können. Ihre Zahl soll sich bis 2012 auf etwa 600 verringern, die Zahl der Dozenten von 45 auf 27. "Ich bin froh, dass die Verhandlungen zwischen der Kirche, dem Land und der Fachhochschule zu einem Modell geführt haben, das die Studiengänge erhält und die gemeinsame Verantwortung von Kirche und Staat hervorhebt", sagte Landesbischöfin Margot Käßmann.

Die Landeskirche beteiligt sich an dem neuen Konzept mit 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Daneben stellt sie die Räume und die Ausstattung zur Verfügung. Das Land steuert weiterhin eine Finanzhilfe von 3,1 Millionen jährlich bei. Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) betonte, der neue Vertrag stelle das Wirken der Fakultät auf eine sichere Grundlage: "Das Miteinander mit neuen, ganz anderen Fachdisziplinen kann interessante Impulse hervorbringen."

An der staatlichen Fachhochschule werden mehr als 6.000 Studenten in Ingenieur-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften sowie Informatik und Gestaltung ausgebildet. Den Bachelor-Grad können dort nun auch Studierende der evangelischen Religionspädagogik, der Pflege, der Heilpädagogik und des Sozialwesens erlangen. Master-Studiengänge bestehen für das Management für Gesundheitsberufe und für Sozialarbeit. Die evangelische Landeskirche hatte im Zuge eines Sparpaketes entschieden, die Trägerschaft für ihre Fachhochschule aufzugeben.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2445/24.08.07)
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