Gemeinde zieht wieder in Michaeliskirche Hildesheim ein

Nachricht 24. August 2007

Hildesheim (epd). Zwei Jahre nach der renovierungsbedingten Schließung des Gebäudes zieht die evangelische Gemeinde St. Michaelis wieder in ihre Kirche ein. Der Einzug werde an diesem Sonntag mit einem Gottesdienst und einem Gemeindefest gefeiert, sagte Kirchenvorsteher Jens Kotlenga. Die Kirche soll bis zu ihrem 1.000-jährigen Gründungsjubiläum 2010 für insgesamt 4,5 Millionen Euro umfassend restauriert werden.

Das Programm beginnt um zehn Uhr morgens mit der Verabschiedung in der benachbarten katholischen Gemeinde St. Magdalenen. Dort war die evangelische Gemeinde für zwei Jahre vorübergehend untergekommen. Die Predigt des Gottesdienstes hält der Hildesheimer Landessuperintendent Eckard Gorka.

Der erste Sanierungsabschnitt in der zum Weltkulturerbe zählenden Michaeliskirche ist damit beendet. Unter anderem wurden Fußboden, Heizung und Stühle erneuert und ein Kellerraum gebaut. Als nächstes würden die Farbfassung, die Beleuchtung und die Beschallungsanlage
erneuert, sagte Kotlenga. Auch die Decken in den Seitenschiffen und die oberen Fenster werden saniert. "Die Kirche wird dabei zwar nicht mehr ganz geschlossen, aber wir werden teilweise in einem Provisorium leben müssen", sagte Kotlenga. In weiteren Bauabschnitten soll auch die Außenfassade des Gebäudes erneuert werden.

Freunde und Förderer der Kirche beteiligen sich mit Spenden an den Kosten der Restaurierung, unter anderem durch den symbolischen Kauf von Fußbodenplatten und Stühlen. Die im Stil einer mittelalterlichen Burg errichtete Michaeliskirche mit sechs Türmen wurde 1010 von Bischof Bernward von Hildesheim gegründet.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2423/23.08.07)
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