1.000 Denkmäler in Niedersachsen öffnen ihre Türen

Nachricht 16. August 2007

Clausthal-Zellerfeld/Bad Pyrmont (epd). Beim Tag des offenen Denkmals am 9. September öffnen in Niedersachsen rund 1.000 Denkmäler ihre Türen für Besucher. In fast 300 Städten und Dörfern gibt es in Kirchen, Klöstern, Burgen und anderen Gebäuden Veranstaltungen, teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit. Der Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto "Orte der Einkehr und des Gebets - Historische Sakralbauten".

In der größten Holzkirche Deutschlands in Clausthal (Harz) bietet die Kirchengemeinde Führungen an. Dort wird auch eine Ausstellung über Sakralbauten im Harz eröffnet. Die Kirche, die zurzeit für mehr als zehn Millionen Euro renoviert wird, war Mitte des 17. Jahrhunderts von Bergleuten errichtet worden.

In Bad Pyrmont sind Führungen zum "Hylligen Born" angekündigt. Dieser Quelle wurde lange Zeit wundertätiges Heilen von Gebrechen nachgesagt. In Wallenhorst-Rulle im Kreis Osnabrück öffnet das "Ruller Haus", eine Wallfahrtskapelle aus dem 14. Jahrhundert. Die älteste Schwebefähre Deutschlands kann in Osten im Kreis Cuxhaven besichtigt werden.

Die Landeshauptstadt Hannover ist bei dem Aktionstag unter anderem mit der alten Predigthalle auf dem jüdischen Friedhof vertreten. Das 1864 als Trauerhalle errichtete Gebäude dient auch als Gedenkstätte der früheren Synagogengemeinde für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs. In Hann. Münden gibt es Führungen durch ein jüdisches Tauchbad (Mikwe) aus dem 18. Jahrhundert.

Bundesweit beteiligen sich rund 9.500 Bauten und Einrichtungen am Tag des offenen Denkmals. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist das ein "Rekordangebot". Den Tag des offenen Denkmals gibt es seit 1993.

Internet: www.denkmalschutz.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b2345/16.08.07)
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