Stiftung KiBa: 65 Gemeinden im Jahr 2006 bei der Erhaltung ihrer Kirche unterstützt

Nachricht 15. August 2007

Spendenaufkommen auf 1,1 Millionen Euro gestiegen

„Wenn ich sehe, dass unser Spendenaufkommen im letzten Jahr um 350 Prozent gestiegen ist, kann ich nur zufrieden sein. Wenn ich dann aber die Zahl der Anträge sehe, die bei uns für das Jahr 2008 zur Zeit eintreffen, weiß ich, dass noch große Aufgaben vor uns liegen“, sagte Thomas Begrich, der Geschäftsführer der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung KiBa) bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2006 am Mittwoch, 15. August. Erstmals konnte die Stiftung KiBa im Jahr 2006 über 1 Million Euro Fördergelder bewilligen. Mit der Aktion „AUS 2 MACH 3“ gelang ihr auf Anhieb ein Erfolg: Für zwanzig ausgewählte Projekte wurden während des Aktionszeitraums von sechs Monaten jede Spende mit einem Bonus von 50 Prozent aufgewertet. Diesen Bonus gab es bis zu der Gesamtsumme von 40.000 Euro. Die Hälfte der Projekte schaffte sogar mehr als dieses Ziel. Über 680.000 Euro wurden insgesamt gespendet, über 303.000 Euro konnte die KiBa als Bonus ausschütten. „Diese Aktion war so erfolgreich und konnte vor Ort so viele Aktivitäten initiieren, dass wir sie im nächsten Jahr mit Sicherheit wiederholen werden“, so Begrich. Dann sollen 30 Projekte die Chance zur Teilnahme erhalten.

Die Stiftung KiBa wurde im Jahr 1997 von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und den Landeskirchen ins Leben gerufen, um akut vom Verfall bedrohte kirchliche Bauwerke zu erhalten und notwendige Sanierungsarbeiten zu unterstützen. Zu diesem Zweck wirbt sie bundesweit um Spenden. Die Stiftung KiBa hat seit 1999 für Sanierungsvorhaben von Kirchen mehr als 350 Förderzusagen mit über 6,5 Millionen Euro geben können. Der im Herbst 2000 gegründete und bundesweit präsente Förderverein der Stiftung KiBa zählt inzwischen weit über 1.800 Mitglieder.

Hannover, 15. August 2007
Pressestelle der EKD
Christof Vetter


Hinweise:
Weitere Informationen zur Stiftung KiBa finden Sie unter www.stiftung-kiba.de

Den Jahresbericht können Sie als pdf oder als gedruckte Ausgabe anfordern unter: presse@ekd.de
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Stiftung gibt 6,5 Millionen Euro für Erhalt von Kirchen

Hannover (epd). Die evangelische Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) hat bisher mit mehr als 6,5 Millionen Euro die Sanierung von Kirchen gefördert. Seit 1999 seien 350 Gemeinden beim Erhalt ihrer Kirchen unterstützt worden, sagte Geschäftsführer Thomas Begrich in einem epd-Interview. Anlässlich der Vorlage des Jahresberichtes am Mittwoch in Hannover wies Begrich darauf hin, dass die Stiftung 2007 ihr finanzielles Engagement deutlich gesteigert habe. Im laufenden Jahr seien bisher für 112 Projekte nahezu drei Millionen Euro bewilligt worden.

Im vergangenen Jahr wurden der Übersicht zufolge für den Erhalt kirchlicher Bauwerke mehr als eine Million Euro bewilligt. Das Spendenaufkommen erhöhte sich im Berichtsjahr um 350 Prozent auf 1,1 Millionen Euro. Der Großteil der zusätzlichen Spendeneinnahmen stammte aus der Aktion "Aus 2 mach 3". Bis zum Gesamtspendenbetrag von 40.000 pro Gemeinde stockte die Stiftung zwei Euro Spenden durch einen Euro auf.

KiBa-Geschäftsführer Begrich hob hervor, dass mit jedem Euro, den die Stiftung für die Sanierung gibt, weitere zehn Euro eingeworben werden könnten. Insgesamt sei mit den Stiftungsaktivitäten ein Volumen von mehr als 70 Millionen Euro verbunden, "eine nicht zu unterschätzende Hilfe für die Kirchengemeinden". Dabei handele es sich um ein "kleines Mittelstandsförderprogramm". Denn die Erhaltungsarbeiten würden meist von örtlichen Handwerksbetrieben erbracht, so der Leiter der Finanzabteilung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Mittelfristig ist Begrich zufolge angestrebt, dass die Stiftung jährlich mehr als eine Million bereitstellen kann. Um den gestiegenen Erwartungen entsprechen zu können, müsse das Stiftungskapital von derzeit 19 Millionen Euro weiter aufgestockt werden. Der Sanierungsbedarf sei in Ostdeutschland nach wie vor am größten, sagte der Stiftungsgeschäftsführer: "Schließlich tragen dort 13 Prozent der Evangelischen mit sieben Prozent der Kirchensteuern 40 Prozent der Kirchengebäude." Die Stiftung war 1997 von der EKD zusammen mit den Landeskirchen gegründet worden.

Der EKD-Finanzexperte trat Darstellungen entgegen, dass wegen der enger werdenden finanziellen Spielräume jede zweite oder dritte Kirche aufgegeben werden müsste: "Nach unserer Einschätzung sind das allenfalls 1.000 Kirchengebäude, auf die das in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten zuträfe." Einen Masterplan, welche der bundesweit rund 21.000 Kirchen erhalten werden sollten, gebe es nicht. Dies werde vor Ort entschieden.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2333/15.08.07)
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