In Rumänien treffen sich 2000 europäische Christen

Nachricht 15. August 2007

3. Europäische Ökumenische Versammlung berät über Rolle der Kirchen, europäische Einheit und Umweltschutz

Vom 4. bis 9. September versammeln sich in Sibiu/Hermannstadt (Rumänien) mehr als 2000 Christen aus ganz Europa, um über Themen wie die europäische Einheit, die Rolle der Kirchen und ihr Verhältnis zueinander, christliche Spiritualität und den Klimawandel zu beraten. Unter dem Motto "Das Licht Christi scheint auf alle. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa" laden die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) zur 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV3).

Am Mittwoch, 5. September, wird der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, einen Hauptvortrag zum Thema „Das Licht Christi und die Kirche“ halten. Weitere Referenten zu diesem Thema sind Walter Kardinal Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, und Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad, Leiter des Außenamtes der Russischen Orthodoxen Kirche.

„Die Menschen in Europa erwarten von ihren Kirchen wichtige Schritte zu einem glaubwürdigen gemeinsamen Zeugnis“, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, im Blick auf die Versammlung in Sibiu/Hermannstadt. Natürlich würden auch die Mitte Juli von der römischen Kongregation für die Glaubenslehre veröffentlichten "Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche" eine Rolle in der Diskussion spielen, so Huber. Die Kirchen könnten einen wichtigen Beitrag leisten bei der Bewältigung globaler Herausforderungen, im Ringen um Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. „Wir können vor allem dann unsere Glaubensüberzeugungen wirksam in diese Diskussionen einbringen, wenn wir dies gemeinsam im Lichte des uns verbindenden Evangeliums von Jesus Christus tun.“

Insgesamt neun Themenbereiche (Einheit, Spiritualität, Zeugnis, Europa, Religionen, Migration, Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden) stehen auf der Tagesordnung der EÖV3. Neben Vorträgen und Plenardebatten werden sich die Delegierten jeden Tag in kleineren Diskussionseinheiten mit den einzelnen Themen befassen. Am Donnerstag, 6. September, werden unter anderem José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, und der rumänische Ministerpräsident Calin Popescu Tariceanu erwartet. Der Bischof von London, Richard Chartres, und der Erzbischof von Tirana und ganz Albanien, Anastasios, werden zum Thema Europa, Religionen und Migration sprechen. Die Plenarsitzung am Freitag, 7. September, wird unter anderem von der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann, die Mitglied im Rat der EKD ist, geleitet. Am Samstag, 8. September, soll eine Abschlusserklärung verabschiedet werden.

Aus Deutschland werden rund 180 Delegierte nach Rumänien reisen, die meisten davon Vertreterinnen und Vertreter der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz, aber auch Abgesandte anderer christlicher Kirchen, Gemeinschaften und Werke. Die als Pilgerreise angelegte internationale ökumenische Versammlung EÖV3 begann mit einer Auftaktveranstaltung 2006 in Rom, führte über lokale, regionale und nationale Treffen weiter zu einer Vorveranstaltung in Wittenberg im Februar 2007 und endet mit der Versammlung in Sibiu/Hermannstadt. Sie setzt die Tradition der beiden bisherigen Europäischen Ökumenischen Versammlungen fort, zu denen der Rat der CCEE und die KEK jeweils gemeinsam eingeladen haben. Die erste fand 1989 in Basel, die zweite 1997 in Graz statt.

Hannover, 15. August 2007
Pressestelle der EKD
Silke Römhild

www.oekumene3.eu
www.eea3.org (Offizielle Seite der Veranstalter der EÖV3)
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Huber: Versammlung in Rumänien soll Ökumene voranbringen

Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erhofft sich von der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung Anfang September im rumänischen Sibiu/Hermannstadt einen Schub für die Ökumene. "Die Menschen in Europa erwarten von ihren Kirchen wichtige Schritte zu einem glaubwürdigen gemeinsamen Zeugnis", erklärte der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, am Mittwoch in Hannover. Vom 4. bis 9. September treffen sich in Sibiu mehr als 2.000 Christen aus ganz Europa.

Auch das Mitte Juli veröffentlichte Vatikan-Papier zum Kirchenverständnis werde eine Rolle auf der Ökumene-Tagung spielen, so Huber. In dem Text hatte sich die katholische Kirche erneut von den Protestanten abgegrenzt. Der evangelischen Kirche wurde der Status einer Kirche verwehrt.

Die Kirchen könnten einen wichtigen Beitrag leisten bei der Bewältigung globaler Herausforderungen, erklärte Huber: "Wir können vor allem dann unsere Glaubensüberzeugungen wirksam in diese Diskussionen einbringen, wenn wir dies gemeinsam im Lichte des uns verbindenden Evangeliums von Jesus Christus tun."

Auf der Tagung sollen die Themen europäische Einheit, die Rolle der Kirchen und ihr Verhältnis zueinander, christliche Spiritualität und der Klimawandel beraten werden. Veranstalter sind die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Das Motto der Versammlung lautet "Das Licht Christi scheint auf alle. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa."

Neben Bischof Huber werden Kurienkardinal Walter Kasper, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, und Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad, Leiter des Außenamtes der Russischen Orthodoxen Kirche, in Rumänien erwartet. Aus Deutschland wollen rund 180 Delegierte nach Rumänien reisen. Ökumenische Versammlungen fanden bereits 1989 in Basel und 1997 in Graz statt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2337/15.08.07)
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