EKD-Ratsvorsitzender Huber wird am Sonntag 65 Jahre alt (aktualisiert)

Nachricht 09. August 2007

Berlin/Hannover (epd). Bischof Wolfgang Huber, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), wird am Sonntag (12. August) 65 Jahre alt. Unter seiner Leitung hat die EKD tiefgreifende Reformen auf den Weg gebracht. Noch bis zum November 2009 steht er an der Spitze der mehr als 25 Millionen Protestanten in Deutschland. Der Theologieprofessor ist zugleich Bischof der evangelischen Landeskirche für Berlin, Brandenburg und die schlesische Oberlausitz.

Das von Huber vorangetriebene Reformkonzept "Kirche der Freiheit" zeigt eine Zukunftsplanung für die EKD und ihre bislang 23 Landeskirchen bis zum Jahr 2030 auf. Prognosen gehen von sinkenden Finanzmitteln und Mitgliederzahlen aus. Huber plädiert für eine "Schärfung des evangelischen Profils" bei der Anpassung von Arbeitsschwerpunkten und Strukturen.

Akzente setzte Bischof Huber zudem im ökumenischen Dialog und im Gespräch mit den Muslimen. Klare Positionen bezog er ebenfalls in der Frage des Religionsunterrichtes, des Sonntagsschutzes, sowie zur Rolle der Kirchen in der EU. In der Öffentlichkeit gilt Huber als scharfer Analytiker und brillanter Formulierer in Reden und Predigten.

Huber wurde am 12. August 1942 in Straßburg geboren und wuchs im Schwarzwald und in Freiburg/Breisgau als jüngster von fünf Brüdern auf. Mit seiner Ehefrau Kara hat er drei erwachsene Kinder. Nach dem Studium der Theologie in Heidelberg, Göttingen und Tübingen war er Gemeindepfarrer im württembergischen Reutlingen. Huber ist Professor für Systematische Theologie und hatte ab 1980 Lehrstühle in Marburg und Heidelberg. Parallel war er stellvertretender Leiter der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft.

Der Sozialethiker engagierte sich an prominenter Stelle beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, dessen Präsident er während der NATO-Nachrüstungsdebatte von 1983 bis 1985 war. Dem Nationalen Ethikrat gehörte er von 2001 bis 2003 an. Zum Berliner Bischof wurde Huber 1993 gewählt, 2003 folgte er an der Spitze der EKD dem rheinischen Präses Manfred Kock.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2291/09.08.07)

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Bischöfin Käßmann gratuliert Wolfgang Huber zum 65.

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, zu seinem 65. Geburtstag an diesem Sonntag gratuliert. Bischof Huber imponiere ihr immer wieder durch sein präzises Denken, seine klaren theologischen Positionen und seinen Führungsstil, sagte Käßmann (49) am Freitag auf epd-Anfrage.

Huber habe das Gesicht der Evangelischen Kirche in Deutschland in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt, auch durch seine hohe Präsenz. "Als EKD können wir dankbar sein, mit welcher enormen Leistungsfähigkeit er den Ratsvorsitz wahrnimmt. Mir macht es viel Freude, mit Wolfgang Huber zusammenzuarbeiten", sagte Käßmann, die auch Mitglied des EKD-Rates ist, weiter.

Wolfgang Huber, der am 12. August seinen 65. Geburtstag feiert, steht noch bis zum November 2009 an der Spitze der mehr als 25 Millionen Protestanten in Deutschland. Unter seiner Leitung hat die EKD tiefgreifende Reformen auf den Weg gebracht. Der Theologieprofessor ist zugleich Bischof der evangelischen Landeskirche für Berlin, Brandenburg und die schlesische Oberlausitz.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2298/10.08.07)

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