Lazaruslegion: Beistand für Aidskranke so nötig wie nie

Nachricht 11. Juli 2007

Hannover (epd). Der Beistand für Aids-Kranke ist nach Ansicht der hannoverschen Lazaruslegion so notwendig wie nie zuvor. Die täglichen Neuinfektionen auch in Deutschland zeigten, dass Aids immer noch "eine unterschätzte, tödliche Gefahr" sei, teilte der christliche Verein am Mittwoch in Hannover mit. Die Lazaruslegion, die Betroffene und Angehörige seit zwei Jahrzehnten psychisch und praktisch unterstützt, wird am Freitag ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Die Jubiläumsveranstaltung, die unter Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) stehe, solle an die mutige Gründung des Verein erinnern. Der Festgottesdienst um 11 Uhr in der Epiphaniaskirche am Sahlkamp werde von Mitgliedern der Lazaruslegion gestaltet, die Predigt halte Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann, hieß es weiter.

Der "Christenbeistand für Aids-Kranke und HIV-Infizierte", der nach der biblischen Figur des Aussätzigen Lazarus benannt ist, entstand durch eine Initiative der alt-katholischen Kirche in Hannover. Er begann bereits Mitte der 80er Jahre, sich gegen die Diskriminierung der meist homosexuellen AIDS-Opfer einzusetzen. Bis heute habe der Verein mehr als 100 Klienten durch die tödliche Immunschwäche verloren. In seiner Beratungs- und Gruppenarbeit wird er vom Land, der Region Hannover und der evangelischen Kirche unterstützt.

Internet: www.lazaruslegion-hannover.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b2014/11.07.07)
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