Dezernent für Weltmission würdigt Partnerschaften

Nachricht 05. Juli 2007

Rosche/Kr. Uelzen (epd). Der Dezernent für Weltmission der hannoverschen Landeskirche, Rainer Kiefer, hat den Stellenwert von Partnerschaften zwischen Kirchengemeinden in Deutschland und Ländern wie zum Beispiel Südafrika betont. Die Begegnungen durch gegenseitige Besuche erweiterten den Horizont, sagte der Oberlandeskirchenrat am Mittwochabend in Rosche bei Uelzen.

Zu einer Sitzung des Kirchenkreistages des evangelischen Kirchenkreises Uelzen waren 16 Gäste aus Südafrika gekommen. Seit mehr als 20 Jahren gibt es Verbindungen zum Südafrikanischen Kirchenkreis Ondini. Solche Partnerschaften seien aus der weltweiten ökumenischen Zusammenarbeit nicht wegzudenken, sagte Kiefer. Sie bereicherten nicht nur die Menschen, die sich engagierten.

Besuche etwa in Elendsvierteln Südafrikas müssten auch in reichen Ländern des Nordens die Haltung verändern. "Wer die Hometowns kennengelernt, aber die eigenen Asylbewerberheime nicht besucht hat, hat nicht verstanden, was Partnerschaft auch bedeutet", sagte Kiefer.
Wichtig sei ein realistischer Blick auf die Partner. In Südafrika stünden heute wirtschaftliche Probleme und die hohe Zahl von Einwandern aus Nachbarländern obenan. Die Kirche dort engagiere sich im besonderer Weise im Kampf gegen Aids.

Gemeinden aus der hannoverschen Landeskirche haben nach Angaben des Dezernenten unter anderem Partner in Äthiopien, Brasilien, Südafrika, Indien und Sibirien. Die Landeskirche fördere die Kontakte. Bei allen Unterschieden der Kulturen gebe es eine "tiefe Verbindung, die der gemeinsame Glaube ermöglicht".

(epd Niedersachsen-Bremen/b1943/05.07.07)
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