Lazaruslegion besorgt über Neuinfektionen von Aids

Nachricht 04. Juli 2007

Hannover (epd). Die Lazaruslegion in Hannover zeigt sich besorgt über den Anstieg von Neuinfektionen von Aids. "Viele Menschen wissen kaum noch, dass nach wie vor Menschen an der Krankheit Aids sterben und wir immer noch Schwerstpflegefälle zu betreuen haben", schreibt der Vorsitzende Wolfgang Ester in einem Newsletter zum 20-jährigen Bestehen des Vereins. In dieser Zeit habe die Lazaruslegion mehr als 100 Klienten und Mitglieder durch Aids verloren.

Benannt ist die Lazaruslegion nach der biblischen Figur eines Aussätzigen. Der Verein ging auch gegen die Diskriminierung der Kranken an, als die neue Krankheit Aids in vielen kirchlichen und konservativen Kreisen als "Strafe Gottes" für Homosexualität galt. Ministerpräsident Wulff, der die Schirmherrschaft über den Festakt am 13. Juli um 11 Uhr in der Epiphanias-Gemeinde in Hannover-Sahlkamp übernommen hat, würdigte in einem Grußwort auch diese Seite der Arbeit und sagte die weitere Unterstützung durch das Land zu.

Der "Christenbeistand für AIDS-Kranke und HIV-Infizierte" entstand aus einer Initiative der alt-katholischen Kirche in Hannover. In seiner
Beratungs- und Gruppenarbeit wird er heute vom Land, der Region Hannover und der evangelischen Kirche unterstützt. Neben dem Vorstand und 28 ehrenamtlichen Mitarbeitern arbeiten zwei hauptamtliche Mitarbeiter in Teilzeit in der Geschäftsstelle in der Podbielskistr. 57.

Internet: www.lazaruslegion-hannover.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1930/04.07.07)
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