Holze-Stäblein begrüßt Kirchenkreis Emsland-Bentheim

Nachricht 29. Juni 2007

Aurich (epd). Die ostfriesische Landessuperintendentin Oda-Gebbine Holze-Stäblein (Aurich) hat die Kirchengemeinden im Kirchenkreis Emsland-Bentheim begrüßt, die vom 1. Juli an zum Sprengel Ostfriesland zählen. "Wir haben uns die Sprengelreform und ihre Folgen allesamt nicht ausgesucht", heißt es in dem Brief, der am Sonntag in den Gottesdiensten verlesen wurde: "Wir sollten die Dinge so nehmen, wie sie sind, und nach besten Kräften versuchen, etwas Gutes daraus zu machen."

Auch wenn sie selbst nur noch vier Wochen im Amt sei, hoffe sie auf gute Zusammenarbeit, schreibt die leitende Theologin: "Statt nach Schwachstellen und Schattenseiten zu suchen, miteinander unser Licht leuchten lassen: Das wird uns allen weiter helfen und ein gutes Zeichen für die Menschen sein, die von uns ein gemeinsames Zeugnis als Christenmenschen erwarten."

In den 28 Gemeinden des Kirchenkreises Emsland-Bentheim ist die Zuordnung zu Ostfriesland umstritten. Die rund 68.500 Lutheraner fühlten sich stärker dem Emsland und Osnabrück zugehörig, hieß es in den Protesten bei der Synode der hannoverschen Landeskirche. Mit der Reform verdoppelt der Sprengel Ostfriesland seine Fläche. Zu ihm gehörten bislang rund 266.000 Lutheraner in 131 Kirchengemeinden. Die Landeskirche mit ihren rund drei Millionen Mitgliedern war bisher in acht Sprengel aufgeteilt, seit Sonntag sind es nur noch sechs.

Der Kirchenkreis Emsland-Bentheim ist flächenmäßig der größte Kirchenkreis der Landeskirche. Er umfasst die beiden Landkreise "Emsland" und "Grafschaft Bentheim". Im Emsland sind die meisten Menschen katholisch, während in der Grafschaft Bentheim die Evangelisch-reformierte Kirche die größte ist. Obwohl die Lutheraner in der Minderheit sind, gibt es eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Konfessionen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1867/29.06.07)
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